Alina Bierwagen: Ich hätte noch immer einen Chef

Diese Case Study, lesbar für Menschen.
Eine Case Study · Business Hacks für Personal Trainer

Ich hätte noch immer einen Chef

Alina war die einzige Vollzeitkraft eines Gesundheitsstudios im Sauerland — und wurde aus rein finanziellen Gründen gekündigt, obwohl sie nach eigener und fremder Aussage "das Herz des Teams" war. Aus der Kündigung heraus baute sie ein eigenes Personal-Training-Business auf: Im Juli verdiente sie 1.000 € mehr als in ihrer alten Vollzeitstelle — bei 20 Wochenstunden weniger.

Vorschaubild: Interview mit Alina Bierwagen
+1.000 €
Mehr verdient im Juli als in der alten Vollzeitstelle
–20 Std.
Wochenstunden weniger dabei gearbeitet
5.000 €
Gesamteinnahmen von Dezember bis zum Interview
2
Kooperationspartner (Physiopraxis & ihr früherer Arbeitgeber)
Die Kurzfassung

Die ganze Geschichte in fünf Zeilen

1. Alina Bierwagen, 26, Gymnastiklehrerin im Sauerland, war die einzige Vollzeitangestellte eines Gesundheitsstudios — und wurde aus rein finanziellen Gründen gekündigt, obwohl sie laut Team "das Herz des Studios" war.

2. Kurz zuvor hatte sie sich Dirks Buch gekauft; Dirk nahm daraufhin zufällig Kontakt zu ihr auf — genau in dem Moment, in dem sie nach der Kündigung vor dem Nichts stand.

3. Sie baute ihr eigenes Personal-Training-Business auf, mietete sich in genau dem Studio ein, aus dem sie gekündigt worden war, und blieb dabei bewusst loyal und freundlich gegenüber der ehemaligen Geschäftsführung — was sich als Vorteil erwies.

4. Heute arbeitet sie zusätzlich Teilzeit in einer Physiotherapiepraxis, die zugleich ihr erster Kooperationspartner ist; mit ihrem alten Gesundheitsstudio besteht eine gegenseitige Empfehlungspartnerschaft inklusive Provision.

5. Wichtige Einordnung: Die genannten Zahlen (1.000 € mehr im Juli, 5.000 € seit Dezember) sind Alinas eigene Angaben zu einem noch jungen, wachsenden Nebenerwerbs-Business, nicht unabhängig geprüft und nicht gleichzusetzen mit einem stabilen Jahreseinkommen.

Wer hier spricht

Dirk Wannmacher & Alina Bierwagen

Business-Coach

Dirk Wannmacher

Deutschland

16 Jahre selbst Personal Trainer, Business in drei Großstädten von null aufgebaut. Berät seitdem hunderte Trainer:innen in Marketing, Verkauf und Businessaufbau.

Gymnastiklehrerin, Personal Trainerin

Alina Bierwagen

Sauerland, Deutschland

Arbeitet Teilzeit in einer Physiotherapiepraxis und betreibt nebenbei ein eigenes Personal-Training-Business, hauptsächlich im ländlichen Raum.

Der Ausgangspunkt

Gekündigt, obwohl sie "das Herz des Teams" war

Alina war die einzige Vollzeitangestellte eines Gesundheitsstudios im Sauerland. Aus rein finanziellen Gründen — wäre sie nicht gegangen, hätte das gesamte Team gekündigt werden müssen — verlor sie ihre Stelle. Nach eigener und fremder Aussage war sie "das Herz des Teams, das Herz des Studios"; beim Abschied hätten sowohl Mitglieder als auch Team geweint.

Der Wunsch nach der eigenen Selbständigkeit war schon vorher da, verbunden mit der Erkenntnis, dass ihre Wirkung auf Kund:innen mehr wert war als der "mickrige Lohn" einer Anstellung im Gesundheitsbereich. Was fehlte, war der Mut zum ersten Schritt — und ein privates Umfeld, das eher abriet als ermutigte. Der Zufall, dass Dirk sie kurz nach ihrem Buchkauf kontaktierte, kam genau im richtigen Moment.

Direkte Antwort

Der Wunsch nach Selbständigkeit war bei Alina schon vor der Kündigung da, verbunden mit der Erkenntnis, dass ihre Wirkung auf Kund:innen mehr wert war als ihr Angestelltenlohn. Gefehlt hat vor allem der Mut zum ersten Schritt und ein unterstützendes Umfeld - der Zufall, dass Dirk sie kurz nach ihrem Buchkauf kontaktierte, kam genau im richtigen Moment.

Vorher / Heute

Vorher

  • 40-Stunden-Vollzeitstelle, kaum Zeit für Familie und Hobbys
  • Gefühl, trotz hoher Wertschätzung durch Kund:innen und Team unterbezahlt zu sein
  • Kein eigener Plan, wie eine Selbständigkeit überhaupt beginnen könnte
  • Gegenwind aus dem privaten Umfeld ("auf dem Dorf ist das schwierig")

Heute

  • Teilzeitanstellung in einer Physiotherapiepraxis plus eigenes PT-Business
  • Im Juli 1.000 € mehr verdient als in der alten Vollzeitstelle, bei 20 Stunden weniger Arbeit
  • Zwei aktive Kooperationspartner mit gegenseitiger Kundenvermittlung
  • Bestimmt selbst, wann und wo sie arbeitet, im selben Studio wie zuvor, aber unter eigener Firma
Die kluge Entscheidung

Loyal bleiben, statt den Rücken zu kehren

Statt sich nach der Kündigung im Streit von ihrem ehemaligen Arbeitgeber abzuwenden, blieb Alina bewusst loyal und freundlich gegenüber der Geschäftsführung. Genau dieses Verhältnis ermöglichte es ihr später, sich als Selbständige in demselben Studio einzumieten, in dem sie zuvor angestellt war — ein Ort, an dem sie ohnehin gerne arbeitete, jetzt aber zu ihren eigenen Bedingungen.

Aus dieser Konstellation entstand zudem eine aktive, beidseitige Kooperation: Sucht das Studio jemanden für Personal Training, wird an Alina verwiesen; sucht jemand ein Fitnessstudio, vermittelt Alina dorthin — inklusive Provision für sie.

Was sich konkret verändert hat

Vier Werkzeuge, die sie seitdem benutzt

1

Einwand statt Absage verstehen

Zeigt jemand kein Interesse, geht Alina inzwischen davon aus, dass meist offene Fragen oder Unklarheiten dahinterstehen — und fragt gezielt nach, statt das Gespräch sofort zu beenden.

WirkungMindestens ein dokumentierter Abschluss entstand direkt aus dieser Nachfrage-Strategie statt eines vorschnellen Rückzugs.
2

Loyalität als strategischer Vorteil

Statt sich nach der Kündigung abzuwenden, hielt Alina die Beziehung zu ihrem ehemaligen Arbeitgeber bewusst freundlich — die Grundlage für ihre spätere Einmietung und Kooperation.

WirkungEin bestehender Ort und ein aktives Empfehlungsnetzwerk statt eines kompletten Neuanfangs bei null.
3

Eine persönliche "Gewinner-Playlist"

Eine selbst zusammengestellte Spotify-Playlist mit aufbauenden, motivierenden Liedern begleitet Alina im Alltag, insbesondere in Tiefphasen und auf dem Weg zu Kund:innen.

WirkungEin niedrigschwelliges, jederzeit verfügbares Mittel gegen Selbstzweifel und negative Umfeld-Stimmen.
4

Erfolge als Beweis gegen den inneren Kritiker

Nach den ersten erfolgreichen Abschlüssen wurde die eigene Zweifel-Stimme spürbar leiser — die tatsächliche Dankbarkeit ihrer Kund:innen wirkt stärker als jede abstrakte Sorge.

WirkungZunehmendes Selbstvertrauen, das nicht auf Behauptungen, sondern auf echten Kundenreaktionen beruht.
Der Verlauf

Was seit der Kündigung passierte

Kurz vor der Kündigung

Alina kauft sich Dirks Buch, weil sie das Thema Selbständigkeit interessiert.

Kündigung

Aus finanziellen Gründen wird sie als einzige Vollzeitkraft des Studios entlassen; Dirk nimmt zufällig zeitgleich Kontakt auf.

Coachingstart, ab Dezember

Aufbau des eigenen PT-Business, Einmietung im ehemaligen Studio, Start der Physiotherapie-Teilzeitstelle.

Bis zum Interview

5.000 € Gesamteinnahmen aus dem eigenen Business seit Dezember.

Juli

1.000 € mehr verdient als in der alten Vollzeitstelle, bei 20 Wochenstunden weniger.

Aktuell

Weitere Interessent:innengespräche geplant, Ziel: das Niveau von August/September auf ähnlichem Stand halten oder ausbauen.

Im O-Ton

Alina, in ihren eigenen Worten

Ich habe jetzt alleine im Juli 1.000 € mehr als in meiner Vollzeitstelle. Habe aber 20 Stunden weniger gearbeitet.
Über ihren finanziellen Fortschritt seit der Kündigung~08:20
Wenn man die Hand ins Leben ausstreckt, dann kann auch was zurückkommen und es geht weiter. Also ja, einfach trauen und machen.
Über die vielen glücklichen Zufälle, die erst durch ihren aktiven Schritt entstanden~09:10
Ich führe seit zwei, drei Jahren eine Gewinnerplaylist auf Spotify. Da packe ich nur Lieder rein, die mich pushen, die mich aufbauen.
Über ihre persönliche Methode gegen Selbstzweifel~11:40
Wenn eine Abneigung entsteht, dass man erst recht noch mal nachhört und nachfragt, dass man nicht einknickt.
Ihr wichtigstes Learning zum Umgang mit Einwänden im Verkaufsgespräch~14:30
Am Ende ist es jetzt noch besser für mich gekommen, als ich es mir erträumt hätte.
Ihr Fazit über die unerwartete Fügung nach der Kündigung~09:00
Kapitel der Folge

Wo im Gespräch welches Thema liegt

00:00Intro & die Kündigung als Wendepunkt
03:00Loyal bleiben zum ehemaligen Arbeitgeber
05:30Ihre Ziele beim Coachingstart
08:00Die Zahlen: mehr Geld, weniger Stunden
09:30Gegenwind vom Land & aus dem Umfeld
11:00Die Gewinner-Playlist als Mindset-Werkzeug
14:00Einwände statt Absagen verstehen
18:00Der Wert des Gruppenaustauschs im Coaching
21:00Schlusswort & wo man Alina findet
Was daraus wurde

Mehr als ein finanzieller Ausgleich

Selbstbestimmte Zeit

Alina entscheidet nun selbst, wann und wo sie arbeitet — ein zentrales Ziel, das sie sich zu Coachingbeginn gesetzt hatte.

Ein Vorteil auf dem Land statt Nachteil

Entgegen dem Klischee "auf dem Dorf geht das nicht" erlebt Alina die geringere Konkurrenz im ländlichen Raum als klaren Vorteil.

Ein doppeltes Kooperationsnetzwerk

Physiotherapiepraxis und ehemaliges Gesundheitsstudio verweisen sich gegenseitig Kund:innen zu Alina bzw. von ihr weiter.

Ein leiserer innerer Kritiker

Reale Kundenerfolge und Dankbarkeit haben den anfänglichen Selbstzweifel spürbar reduziert, auch wenn Themen wie die künftige Umsatzsteuerpflicht weiterhin offene Fragen sind.

Häufige Fragen

Fragen, die sich viele frisch gekündigte oder unzufriedene Angestellte stellen

Funktioniert Personal Training auch auf dem Land?

Alinas Erfahrung spricht dafür: Geringere Konkurrenz als in der Stadt und mobile, flexible Angebote (Training beim Kunden zu Hause) waren für sie ein klarer Standortvorteil.

Sollte man nach einer Kündigung den Kontakt zum alten Arbeitgeber abbrechen?

Bei Alina war das Gegenteil der Fall: Die bewusst freundliche, loyale Beziehung ermöglichte ihr später die Einmietung im selben Studio und eine aktive Empfehlungspartnerschaft.

Wie geht man mit einem "Nein" im Verkaufsgespräch um?

Alinas Ansatz: Nicht sofort aufgeben, sondern gezielt nachfragen, welche konkreten Unklarheiten hinter der Ablehnung stecken — oft liegt es nicht am Angebot selbst.

Verdient Alina jetzt dauerhaft mehr als in ihrer alten Vollzeitstelle?

Die genannten 1.000 € Mehrverdienst beziehen sich auf den Monat Juli; das Business ist noch jung (Start im Dezember), eine langfristige Stabilität ist auf Basis dieses Gesprächs allein nicht zu beurteilen.

Kommt dir das bekannt vor

Dann liest du hier gerade über dich

Du fühlst dich in deiner Anstellung unterbezahlt, obwohl Kund:innen und Team deine Arbeit schätzen. Der Wunsch nach der eigenen Selbständigkeit ist da, aber du weißt nicht, wo du anfangen sollst — und dein Umfeld rät eher ab, als dich zu ermutigen. Genau an diesem Punkt stand auch Alina, kurz bevor eine Kündigung sie zum Handeln zwang.

Quellen und Einordnung

Woher jede Angabe auf dieser Seite stammt

Transkript
Vollständiges Transkript des YouTube-Interviews per vidIQ gezogen und komplett gelesen; Zitate stammen aus dessen exaktem Wortlaut (nur Füllwörter geglättet).
Kapitel & Timestamps
Die mm:ss-Angaben auf dieser Seite sind anhand des Transkriptverlaufs grob geschätzt, nicht aus einer separaten KI-Videoanalyse oder offiziellen Kapitelmarken gewonnen, und können abweichen.
Umsatzangaben
Die 1.000 € Mehrverdienst im Juli und die 5.000 € Gesamteinnahmen seit Dezember sind Alinas eigene Angaben im Gespräch, nicht unabhängig geprüft und nicht gleichzusetzen mit Gewinn nach Abzug aller Kosten.
Grenze der Aussage
Ein Einzelfall in einem noch jungen, wachsenden Business, keine unabhängige Prüfung der genannten Zahlen über das Gespräch hinaus.

Diese Case Study wurde mit redaktioneller KI-Unterstützung erstellt und von Dirk Wannmacher inhaltlich geprüft und freigegeben.

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Wenn du in deiner Anstellung unterbezahlt bist, aber nicht weißt, wie du den Schritt in die eigene Selbständigkeit angehen sollst, lohnt sich ein unverbindliches Gespräch.

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