Jan Höffken: Der ganze Shishi kommt weg

Diese Case Study, lesbar für Menschen.
Eine Case Study · Business Hacks für Personal Trainer

Der ganze Shishi kommt weg

Fast 9 Jahre lang bot Jan Höffken in Berlin mal Marathon-Vorbereitung, mal Beckenbodengymnastik, mal ausgefallene Bauchübungen an — bis er merkte, dass er selbst ganz andere Übungen machte als die, die er seinen Kund:innen zeigte. Heute betreibt er ein hochspezialisiertes Studio nur für klassisches Krafttraining, seit dem Coaching mit sichtbar mehr Kundenzulauf.

Vorschaubild: Interview mit Jan Höffken
9 Jahre
Personal Training seit dem 3.6.2015
1,5 Jahre
Seit Vollzeit im eigenen Studio statt Nebenjob
35+ Jahre
Eigene Trainingserfahrung als Grundlage des Konzepts
1
Fokusdisziplin: klassisches Krafttraining, sonst nichts
Die Kurzfassung

Die ganze Geschichte in fünf Zeilen

1. Jan Höffken betreibt seit fast 9 Jahren unter der Marke "Fitnessrigger.de" Personal Training in Berlin, seit rund anderthalb Jahren mit eigenem kleinen Studio in Prenzlauer Berg, nachdem das Geschäft seinen früheren Hauptjob überholt hatte.

2. Früher bot er ein breites Sammelsurium an — Marathon-Vorbereitung, Beckenbodengymnastik, ausgefallene Übungen — bis ihm auffiel, dass er dabei ganz andere Übungen an Kund:innen weitergab als die, die er selbst für sinnvoll hält.

3. Er stellte sein Angebot radikal um: Nur noch klassisches Krafttraining mit Langhantel, Kurzhantel und Körpergewicht — exakt das, was er selbst seit über 35 Jahren trainiert, für "Unternehmer und Führungspersönlichkeiten", die stärker, muskulöser und schlanker werden wollen.

4. Im Coaching bei Dirk verbesserte er vor allem seine Außenwirkung (aktive Straßenwerbung statt nur Namensschild im Schaufenster) und seine Kommunikations- und Verkaufsfähigkeiten — und gewann dadurch nachweisbar neue Kund:innen.

5. Wichtige Einordnung: Anders als bei vielen anderen Case Studies dieser Reihe nennt Jan im Gespräch keine konkrete Umsatz- oder Kundenzahl. Sein eigenes Problem beschreibt er explizit nicht als "zu wenig Abschlüsse", sondern als "zu wenige Anfragen" — entsprechend liegt der Fokus dieser Seite auf Positionierung und Marketing, nicht auf einer Kennzahl.

Wer hier spricht

Dirk Wannmacher & Jan Höffken

Business-Coach

Dirk Wannmacher

Deutschland

16 Jahre selbst Personal Trainer, Business in drei Großstädten von null aufgebaut. Berät seitdem hunderte Trainer:innen in Marketing, Verkauf und Businessaufbau.

Personal Trainer, Studioinhaber ("Fitnessrigger.de")

Jan Höffken

Berlin-Prenzlauer Berg, Deutschland

Seit fast 9 Jahren Personal Trainer, spezialisiert auf klassisches Krafttraining für Unternehmer:innen und Führungspersönlichkeiten, mit über 35 Jahren eigener Trainingserfahrung.

Der Ausgangspunkt

Vom Bauchladen zum Fokus

Jan beschreibt seine frühere Angebotsstruktur selbstkritisch als "Entertainer"-Rolle: mal Marathon-Vorbereitung für den einen, mal Beckenbodengymnastik für die frischgebackene Nachbarin, mal besonders ausgefallene Bauchübungen — Übungen, die er selbst, wie er im Nachhinein zugibt, nie machen würde. Der Auslöser für die Kehrtwende war eine simple Beobachtung: Kund:innen mit denselben Zielen wie er selbst (Kraft- und Muskelaufbau) bekamen von ihm völlig andere Übungen als die, die er selbst trainierte.

Die Konsequenz war radikal: Er strich alles, was nicht seinem eigenen Training entsprach, und bietet seither ausschließlich klassisches Krafttraining an — Langhantel, Kurzhantel, Körpergewichtsübungen, in genau dieser Reihenfolge fokussiert auf Kraftsteigerung, Muskelaufbau, dann Reduktion des Körperfettanteils. Seit dieser Fokussierung, sagt er selbst, mache ihm die Arbeit nicht nur mehr Spaß, sondern laufe auch besser.

Direkte Antwort

Weil Kund:innen mit denselben Zielen wie er selbst (Kraft- und Muskelaufbau) von ihm völlig andere Übungen bekamen als die, die er selbst trainierte. Jan strich daraufhin alles, was nicht seinem eigenen Training entsprach, und bietet seither ausschließlich klassisches Krafttraining an - seitdem mache ihm die Arbeit nicht nur mehr Spaß, sondern laufe auch besser.

Vorher / Heute

Vorher

  • Breites, unspezifisches Angebot: Marathon-Vorbereitung, Beckenbodengymnastik, ausgefallene Übungen
  • Übungen für Kund:innen, die er selbst so nie gemacht hätte
  • Passive Außenwerbung: nur der eigene Name am Schaufenster
  • Kaum systematische Beschäftigung mit Marketing, Akquise oder Verkaufsgesprächen

Heute

  • Ein einziges, klar kommuniziertes Angebot: klassisches Krafttraining für Führungspersönlichkeiten
  • Aktive Straßenwerbung statt passivem Namensschild — mit messbarem Effekt auf neue Kund:innen
  • Ein systematischer "Werkzeugkasten" für Marketing, Kommunikation und Verkaufsgespräche
  • Geschärfter Blick dafür, welche Maßnahmen wirklich Umsatz bringen — und welche nur Zeit kosten
Eine ehrliche Unterscheidung

Nicht zu wenig Abschlüsse, sondern zu wenig Anfragen

Jan benennt eine für ihn wichtige Differenzierung: Sein Verkaufsgespräch selbst sei "das kleinere Problem" — wer zu ihm kommt, kauft in der Regel auch. Die eigentliche Herausforderung liegt für ihn davor, in der Markenkommunikation und Sichtbarkeit, damit überhaupt genug Menschen den Weg zu ihm finden. Diese Selbsteinschätzung bestimmt auch, was er aus dem Coaching am meisten mitnimmt: weniger Verkaufstechnik, mehr Außenwirkung und Priorisierung der wirklich umsatzrelevanten Maßnahmen.

Auf die Frage, ob er die gelernten Kommunikationstechniken (gezielte Fragen, um bestimmte Antworten zu "provozieren") je als Manipulation empfunden habe, antwortet er klar mit Nein — verbunden mit der Haltung, eine Einwandbehandlung sofort abzubrechen, sobald er merkt, dass ein Kunde wirklich nicht will.

Was sich konkret verändert hat

Vier Werkzeuge, die er seitdem benutzt

1

Aktive statt passive Außenwerbung

Statt sich auf den eigenen Namen im Schaufenster zu verlassen, macht Jan seit dem Coaching gezielt Werbung auf der Straße vor seinem Studio.

WirkungNach eigener Aussage messbar neue Klient:innen gewonnen, die er sonst nicht erreicht hätte.
2

Radikale Spezialisierung auf ein Angebot

Statt vieler unterschiedlicher Trainingsformen bietet Jan konsequent nur noch das an, was er selbst seit Jahrzehnten praktiziert: klassisches Krafttraining.

WirkungKlarere Außenkommunikation, mehr Freude an der eigenen Arbeit, nach eigener Aussage bessere Geschäftsentwicklung.
3

Priorisierung nach tatsächlicher Umsatzwirkung

Jan achtet seit dem Coaching gezielt darauf, welche Maßnahmen kurz- bis mittelfristig wirklich zu Umsatz führen können, und gewichtet alles andere in der Priorität herunter.

WirkungFokussierter Zeiteinsatz trotz begrenzter Ressourcen als Ein-Personen-Studio.
4

Gezielte Gesprächsführung mit klaren Grenzen

Jan nutzt Fragetechniken, um Gespräche zu lenken, bricht eine Einwandbehandlung aber bewusst ab, sobald er spürt, dass ein Interessent wirklich nicht möchte.

WirkungStrukturiertere Verkaufsgespräche ohne das Gefühl, jemanden zu etwas drängen zu müssen.
Der Verlauf

Von der Idee zum spezialisierten Studio

3. Juni 2015

Erstes Personal Training, zunächst als breites, unspezifisches Nebenjob-Angebot.

Irgendwann im Verlauf

Erkenntnis, dass die eigenen Trainingsübungen nicht mit denen übereinstimmen, die er Kund:innen gibt — radikale Neuausrichtung auf klassisches Krafttraining.

Vor rund anderthalb Jahren

Wechsel vom Nebenjob zum eigenen kleinen Studio in Berlin-Prenzlauer Berg.

Coachingzeitraum (3 Monate)

Verbesserung der Außenwerbung, Aufbau eines Werkzeugkastens für Marketing und Kommunikation, Netzwerken mit anderen Trainer:innen.

Nach dem Coaching

Messbar neue Klient:innen durch veränderte Straßenwerbung, weiterhin viele Inhalte und To-dos in Umsetzung.

Im O-Ton

Jan, in seinen eigenen Worten

Der ganze Shishi kommt weg, und ich mache eigentlich nur noch das, was ich auch selber mache.
Über die radikale Neuausrichtung seines Angebots~05:20
Ich dachte, wenn mein Name draußen am Schaufenster schön drauf gedruckt ist, reicht das schon. Es hat sich gezeigt, das ist keineswegs der Fall.
Über seinen wichtigsten konkreten Lernerfolg aus dem Coaching~10:40
Bei mir ist das Salesgespräch das kleinere Problem. Wer zu mir kommt, der kauft in der Regel auch. Das Problem ist eher, dass zu wenige kommen.
Seine eigene, differenzierte Einordnung des Kernproblems~16:30
Wenn ich spüre, der Klient will nicht, dann breche ich diese Einwandbehandlung auch unmittelbar ab.
Über seine Grenzen bei Verkaufsgesprächen~14:50
Man lernt ein Handwerk, man lernt einen neuen Skill, und am Ende muss man das dann auf sich selbst anwenden.
Über den Umgang mit Coaching-Vorschlägen, die nicht zur eigenen Persönlichkeit passen~15:40
Kapitel der Folge

Wo im Gespräch welches Thema liegt

00:00Intro & Jans Weg zum eigenen Studio in Berlin
03:00Vom Bauchladen zum reinen Krafttraining-Konzept
07:00Warum er das Coaching gebucht hat
10:00Der konkrete Erfolg: bessere Außenwerbung
13:00Kommunikation, Fragetechniken & die Manipulations-Frage
16:00Warum sein eigentliches Problem die Sichtbarkeit ist, nicht der Abschluss
17:30Netzwerken mit anderen Trainer:innen
19:00Schlusswort & wo man Jan findet
Was daraus wurde

Mehr als eine neue Werbetafel

Ein geschärftes, ehrliches Angebot

Jan verkauft heute konsequent nur das, wovon er selbst überzeugt ist und was er selbst seit Jahrzehnten praktiziert.

Ein neues Netzwerk unter Kolleg:innen

WhatsApp-Gruppen und persönliche Treffen mit anderen gecoachten Trainer:innen ersetzen die Isolation des Einzelkämpfertums.

Klarheit über die eigene Wirkungsgrenze

Statt jede Coaching-Empfehlung unreflektiert zu übernehmen, wählt Jan gezielt aus, was zu seiner eigenen, weniger extrovertierten Persönlichkeit passt.

Ehrlichkeit über offene To-dos

Jan benennt selbst, dass er von den bereitgestellten Inhalten erst einen Teil gesehen hat und noch am Anfang der Umsetzung steht.

Häufige Fragen

Fragen, die sich viele breit aufgestellte Trainer stellen

Sollte ich als Trainer möglichst viele verschiedene Trainingsformen anbieten?

Jans Erfahrung spricht dagegen: Erst die radikale Beschränkung auf ein einziges, selbst gelebtes Konzept (klassisches Krafttraining) machte ihm mehr Freude und funktionierte geschäftlich besser.

Reicht ein Namensschild am Schaufenster als Werbung?

Bei Jan nicht: Erst aktive Straßenwerbung statt des bloßen Namenszugs brachte ihm nachweisbar neue Klient:innen.

Ist mein Hauptproblem immer die Abschlussquote im Verkaufsgespräch?

Nicht zwingend. Jan identifiziert sein eigentliches Problem explizit nicht im Verkaufsgespräch selbst, sondern in zu wenigen Anfragen — ein wichtiger Unterschied für die Wahl der richtigen Maßnahmen.

Fühlen sich Verkaufs- und Kommunikationstechniken wie Manipulation an?

Jan verneint das ausdrücklich für sich, verbunden mit der klaren Grenze, eine Einwandbehandlung sofort zu beenden, sobald ein Interessent erkennbar nicht will.

Kommt dir das bekannt vor

Dann liest du hier gerade über dich

Du bietest ein breites Spektrum an Trainingsformen an, ohne dass sich das für dich stimmig anfühlt. Oder deine Kalkulation zeigt: Wer zu dir kommt, kauft eigentlich meistens — es kommen einfach zu wenige. Genau an diesen beiden Punkten setzte auch Jans Weg an.

Quellen und Einordnung

Woher jede Angabe auf dieser Seite stammt

Transkript
Vollständiges Transkript des YouTube-Interviews per vidIQ gezogen und komplett gelesen; Zitate stammen aus dessen exaktem Wortlaut (nur Füllwörter geglättet).
Kapitel & Timestamps
Die mm:ss-Angaben auf dieser Seite sind anhand des Transkriptverlaufs grob geschätzt, nicht aus einer separaten KI-Videoanalyse oder offiziellen Kapitelmarken gewonnen, und können abweichen.
Podcast-Verlinkung
Für diese Folge wurde weder auf Apple Podcasts noch auf Spotify eine eindeutig zuordenbare Einzelfolge gefunden; verlinkt sind deshalb die allgemeinen Show-Seiten des Podcasts.
Fehlende Umsatzangabe
Anders als bei vielen anderen Case Studies dieser Reihe nennt Jan im ausgewerteten Gespräch keine konkrete Umsatz- oder Kundenzahl. Der dokumentierte Fortschritt betrifft Positionierung, Außenwerbung und Marketing-Priorisierung, nicht eine belegte finanzielle Kennzahl.
Grenze der Aussage
Ein Einzelfall, keine unabhängige Prüfung der genannten Angaben über das Gespräch hinaus.

Diese Case Study wurde mit redaktioneller KI-Unterstützung erstellt und von Dirk Wannmacher inhaltlich geprüft und freigegeben.

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