Katharina Pauer: Ich bin es wert und eigentlich bin ich zu preisgünstig

Diese Case Study, lesbar für Menschen.
Eine Case Study · Business Hacks für Personal Trainer

Ich bin es wert — und eigentlich bin ich zu preisgünstig

Vor gut einem Jahr war Katharina in Teilzeit-Festanstellung, knapp über Mindestlohn, mit ein paar Kursen nebenbei. Heute ist sie in ihrer Region rund um den Chiemsee die gefragte Adresse fürs Thema Beckenboden — mit 15–16 Kursen pro Woche, ausgebuchtem Einzeltraining und über 10.000 € Netto-Monatsumsatz.

Vorschaubild: Interview mit Katharina Pauer
10.000 €+
Netto-Monatsumsatz, nach eigener Aussage "geknackt"
15–16
Gruppenkurse pro Woche, dazu 5–6 ausgebuchte Einzelklienten
60+
positive Google-Bewertungen in wenigen Monaten gesammelt
12 Monate
Coaching, von der Festanstellung zur vollen Selbständigkeit
Die Kurzfassung

Die ganze Geschichte in fünf Zeilen

1. Katharina aus dem Chiemgau ist seit 25 Jahren Trainerin und hat sich vor 10 Jahren auf Beckenboden spezialisiert — Schwangerschaft, Rückbildung, Wechseljahre, Senioren und, anfangs zögerlich, auch Männer.

2. Als sie das Coaching startete, war sie in einer 12-Stunden-Festanstellung, ihr Kind noch klein, dazu ein paar Kurse nebenbei — kaum über Mindestlohn.

3. Heute ist sie komplett selbständig: 15–16 strukturierte Gruppenkurse pro Woche, 5–6 ausgebuchte Einzelklienten, eine feste Kooperation mit Physiotherapeutin, Ärztin und Psychologin, ab Dezember sogar Einstieg in eine spezialisierte Beckenbodenpraxis.

4. Ihr zentraler Mindset-Umbruch: von "Bin ich das wert?" zu "Eigentlich bin ich zu preisgünstig" — sie erhöhte ihre Kurspreise zum 1. Januar erneut, ohne sich zu rechtfertigen, und verlor keine einzige Teilnehmerin.

5. Ergebnis: über 10.000 € Netto-Monatsumsatz erreicht — ein Meilenstein, den sie selbst als "krasses Gefühl" beschreibt, gemessen an ihrem früheren Gehalt knapp über Mindestlohn.

Wer hier spricht

Dirk Wannmacher & Katharina Pauer

Business-Coach

Dirk Wannmacher

Deutschland

16 Jahre selbst Personal Trainer, Business in drei Großstädten von null aufgebaut. Berät seitdem hunderte Trainer:innen in Marketing, Verkauf und Businessaufbau.

Beckenboden-Expertin, Präventionstrainerin

Katharina Pauer

Chiemgau, am Chiemsee, Deutschland

25 Jahre Trainerin, seit 10 Jahren spezialisiert auf Beckenboden in Schwangerschaft, Rückbildung, Wechseljahren, Senioren- und Männerbereich. Mutter, ehemals in Teilzeit-Festanstellung.

Der Ausgangspunkt

Von der 12-Stunden-Festanstellung zur Marktführerin

Katharina leitet seit ihrem 16. Lebensjahr Kursstunden, hat ihren Fitnessfachwirt mit IHK-Prüfung gemacht und ist ausgebildete Präventionstrainerin. Vor 10 Jahren, noch vor der Geburt ihrer eigenen Kinder, entdeckte sie das Thema Beckenboden für sich — eine Nische, in der es laut ihrer eigenen Beobachtung kaum Angebote gab, weil das Thema stark schambehaftet ist. Sie baute daraufhin Ausbildung um Ausbildung auf, um möglichst breit aufgestellt zu sein.

Als sie mit dem Coaching startete, war sie in einer 12-Stunden-Festanstellung, ihr Kind noch relativ klein, dazu fünf bis sechs Kurse nebenbei und ab und zu eine Einzelstunde. Heute ist sie komplett selbständig, hat eine eigene Firma, hält rund 15 bis 16 Kurse pro Woche und betreut 5 bis 6 Einzelklienten — und ist damit, eigenen Worten nach, schlicht ausgebucht, weil "mein Tag auch nur 24 Stunden hat".

Direkte Antwort

Von einer 12-Stunden-Festanstellung mit fünf bis sechs Kursen nebenbei zu einer eigenen Firma mit rund 15 bis 16 Kursen pro Woche und 5 bis 6 Einzelklienten. Heute ist Katharina komplett selbständig und ausgebucht, weil, wie sie selbst sagt, "mein Tag auch nur 24 Stunden hat".

Vorher / Heute

Vorher

  • 12-Stunden-Festanstellung, Gehalt knapp über Mindestlohn
  • 5–6 Kurse nebenbei, kaum Einzeltraining
  • Glaubenssatz: "Ich bin es nicht wert, dieses Geld zu verlangen"
  • Abendarbeit und jedes zweite Wochenende im Einsatz, wenig Zeit für die eigenen Kinder

Heute

  • Über 10.000 € Netto-Monatsumsatz, komplett selbständig mit eigener Firma
  • 15–16 Gruppenkurse pro Woche, 5–6 ausgebuchte Einzelklienten
  • Feste Nachmittage vier Tage die Woche für die Kinder geblockt
  • Kooperationen mit Hebammen, Physiotherapeutin, Osteopathin und Ärzten; Einstieg in eine Beckenbodenpraxis ab Dezember
Die Entscheidung

"Ich bin es wert" — ein Satz, an dem lange gearbeitet wurde

Auf die Frage, was sich im Kopf verändern musste, um das Umsatzziel zu erreichen, ist Katharina auffallend ehrlich: Es war nicht die Arbeit selbst — 50 bis 60 Stunden die Woche waren für sie nie das Problem. Der hinderlichste Glaubenssatz war die Überzeugung, ihre Arbeit sei nicht so viel wert wie die von Physiotherapeuten oder Ärzten. Diese Überzeugung hat sie im Coaching über Monate hinweg aktiv bearbeitet — mit dem Eingeständnis, dass sie auch heute noch gelegentlich in alte Denkmuster zurückrutscht, aber inzwischen die Strategien hat, selbst wieder herauszukommen.

Der Beweis kam mit der Praxis: Sie nimmt sich für jeden Kunden mehr Zeit als ein Physiotherapeut auf Rezept in 20 Minuten je Sitzung. Als sie zum 1. Januar ihre Kurspreise erneut anhob, tat sie das ohne jede Rechtfertigung gegenüber den Teilnehmerinnen — nur eine einzige Person fragte überhaupt nach, und die Nachfrage blieb unverändert stabil.

Was sie konkret verändert hat

Sechs Werkzeuge, die sie seitdem benutzt

1

Struktur als Fundament der eigenen Freiheit

Aus der Festanstellung kannte sie feste Strukturen; als Selbständige mit Familie musste sie sich diese aktiv selbst schaffen.

Wirkung"Umso strukturierter ich bin, umso mehr Freiheiten habe ich, weil ich weiß, es läuft."
2

Preise erhöhen, ohne sich zu rechtfertigen

Statt Preiserhöhungen zu erklären oder zu verteidigen, kommuniziert sie sie einfach über die Rechnung — ohne großes Aufheben.

WirkungStabile Nachfrage trotz höherer Preise, kaum Rückfragen von Teilnehmerinnen.
3

Messbare Fortschritte statt reinem Bauchgefühl

Urinprotokolle, Rektusdiastase-Tests und eine Kooperation mit einer Physiotherapeutin für Beckenboden-Checkups liefern objektive Anhaltspunkte für Fortschritt.

WirkungKunden erleben ihren Fortschritt nicht nur gefühlt, sondern auch dokumentiert.
4

Kooperationsnetzwerk statt Einzelkämpferin

Hebammen, die keine Rückbildung mehr anbieten, verweisen gegen Provision; eine Physiotherapeutin reserviert eigens einen Vormittag nur für ihre Kundinnen.

WirkungKunden kommen deutlich schneller an Fachtermine als über den regulären Buchungsweg — ein spürbarer Mehrwert.
5

Aufgaben delegieren statt alles selbst machen

Eine Grafikerin übernimmt Instagram, Homepage und Flyer; Lexware übernimmt die Rechnungsstellung, die sie früher manuell als PDF gestaltete.

WirkungMehr Zeit für das, was sie wirklich kann und will — die Arbeit mit den Kundinnen und Kunden.
6

Netzwerken im Alltag, nicht nur im Business

Ob beim Kinderturnen oder im Elternbeirat — sie stellt sich aktiv dazu und lässt sich auf Gespräche über ihre Arbeit ein, statt sich zurückzuziehen.

WirkungZwei neue Kurse allein aus einem Gespräch beim Kinderturnen verkauft.
Der Verlauf

Was in den Monaten danach passierte

Vor 10 Jahren

Entdeckung der Nische Beckenboden, noch vor der eigenen Elternzeit.

Coachingstart

12-Stunden-Festanstellung, kleines Kind, 5–6 Kurse nebenbei, kaum über Mindestlohn.

Im Coaching

Mindset-Arbeit rund um den eigenen Wert, schrittweise Preiserhöhung, Aufbau eines Kooperationsnetzwerks.

Berlin-Seminare

Mehrfache Reisen zum Live-Seminar, Vorbilder unter den anderen Coaching-Teilnehmerinnen, eigene Pokal-Ziele erreicht.

Meilenstein erreicht

Über 10.000 € Netto-Monatsumsatz — nach eigener Aussage ein "krasses Gefühl".

Ab 1. Dezember

Einstieg in eine spezialisierte Beckenbodenpraxis mit Physiotherapeutin, Ärztin und Psychologin; zusätzliche Anfragen von einem Ausbildungsinstitut und für Hebammen-Schulungen.

Im O-Ton

Katharina, in ihren eigenen Worten

Bei mir war es vor allem das Mindset — dass ich das wert bin, dass ich einen gewissen Stundenlohn verlangen kann.
Über den zentralen Umbruch im Coaching~24:30
Eigentlich bin ich zu preisgünstig.
Über ihre heutige Preiseinschätzung, nach überwundener Preisangst~25:10
Ich habe die Preise angehoben, ich habe da gar nicht diskutiert. Es hat kein Unterschied gemacht — sie haben genauso weitergebucht.
Über die Reaktion auf ihre Preiserhöhung zum 1. Januar~31:20
Umso strukturierter ich bin, umso mehr Freiheiten habe ich, weil ich weiß, es läuft.
Über den größten Nutzen aus der Zusammenarbeit~35:40
Ich habe die 10.000 € Netto Umsatzmarke pro Monat geknackt. Krasses Gefühl.
Über den erreichten Umsatzmeilenstein~22:50
Ich habe im ersten Seminar zwei Frauen gesehen, die total erfolgreich waren, und dachte: Wow, da möchte ich auch gerne hin. Heute stehe ich vielleicht selbst für den einen oder anderen als Vorbild da.
Über den Wert des Austauschs mit anderen Coaching-Teilnehmerinnen~40:10
Kapitel der Folge

Wo im Gespräch welches Thema liegt

00:00Intro & Vorstellung: 25 Jahre Trainerin, Spezialisierung Beckenboden
05:00Warum gerade Beckenboden — und auch für Männer
10:00Warum ihre Kurse immer ausgebucht sind
14:00Messbare Fortschritte: Urinprotokoll, Rektusdiastase-Tests
18:00Von der Festanstellung zur kompletten Selbständigkeit
22:50Der Moment der 10.000-€-Marke
24:30Der Mindset-Umbruch: "Ich bin es wert"
31:20Preiserhöhung ohne Rechtfertigung
37:00Kooperationsnetzwerk: Hebammen, Physiotherapie, Ärzte
40:10Der Wert des Austauschs mit anderen Coaching-Teilnehmerinnen
Was daraus wurde

Mehr als ein höherer Stundenlohn

Vom Vorbild-Suchen zum Vorbild-Sein

Nach eigener Aussage sah sie andere Coaching-Teilnehmerinnen anfangs als unerreichbare Vorbilder — heute ist sie selbst für andere zum Vorbild geworden.

Anerkennung von Fachexpert:innen statt nur von Kund:innen

Ärzt:innen und Physiotherapeut:innen kommen inzwischen aktiv auf sie zu für Kooperationen — eine Wertschätzung, die sie sich früher selbst nicht zugetraut hätte.

Zeit für die eigene Familie

Vier Nachmittage die Woche sind fest für ihre Kinder geblockt — ein Freiraum, den ihre frühere Festanstellung mit Abend- und Wochenendarbeit nicht zuließ.

Neue Türen: Ausbildungsinstitut & Hebammen-Schulung

Eine Anfrage von einem Ausbildungsinstitut für den Bereich Physiotherapie/Ärzte sowie eine Schulung für 20 Hebammen zum Thema Rektusdiastase — beides hätte sie sich laut eigener Aussage "nie erträumen lassen".

Häufige Fragen

Fragen, die sich viele Personal Trainer stellen

Ist eine sehr enge Spezialisierung wirklich notwendig für den Erfolg?

Katharinas klare Position: Ja. Ohne klares Gebiet ist es schwer, Kunden zu finden — sie rät jedem Trainer, sich bewusst für eine Zielgruppe zu entscheiden und auch mal "Nein" zu passenden Anfragen außerhalb der eigenen Spezialisierung zu sagen.

Wie reagieren Kunden auf eine Preiserhöhung ohne Erklärung?

Katharinas Erfahrung: Sie hat ihre Kurspreise angehoben, ohne sich zu rechtfertigen — kaum jemand fragte nach, und die Buchungen blieben stabil.

Muss ich als Trainerin Heilungsgarantien geben, um Vertrauen aufzubauen?

Nein. Katharina gibt bewusst keine Heilungsversprechen ("das wäre unseriös"), sondern die Garantie auf mehr Lebensqualität — und kommuniziert offen, wo ihre fachlichen Grenzen liegen (z. B. bei traumatischer Vorgeschichte).

Wie komme ich an Kooperationspartner wie Hebammen, Physios oder Ärzte?

Katharinas Ansatz: aktiv netzwerken, auch im privaten Alltag, klare Gegenleistungen anbieten (z. B. Provisionen für Verweise) und dafür sorgen, dass Kooperationspartner sich auf zuverlässige Rückmeldung verlassen können.

Kommt dir das bekannt vor

Dann liest du hier gerade über dich

Du bist fachlich richtig gut, hast vielleicht sogar schon eine treue Kundschaft — aber im Kopf sitzt der Gedanke, dass andere (Ärzte, Physios, erfahrenere Trainer) es eigentlich besser könnten als du. Du arbeitest viel, aber verlangst zu wenig dafür. Genau da stand Katharina auch, kurz über Mindestlohn in Teilzeit, bevor sie lernte, dass sie eigentlich zu preisgünstig war.

Quellen und Einordnung

Woher jede Angabe auf dieser Seite stammt

Transkript
Vollständiges Transkript des YouTube-Interviews per vidIQ gezogen und komplett gelesen; Zitate stammen aus dessen exaktem Wortlaut (nur Füllwörter geglättet).
Kapitel & Timestamps
Grob geschätzte Kapitelmarken direkt aus dem Transkriptverlauf, nicht aus einer separaten KI-Videoanalyse oder offiziellen Kapitelmarken. Die mm:ss-Angaben sind Näherungswerte und können abweichen.
Umsatzangabe
Die über 10.000 € Netto-Monatsumsatz sind Katharinas eigene Angabe im Gespräch, explizit von Dirk erfragt und von ihr bestätigt ("Krasses Gefühl") — nicht unabhängig geprüft.
Grenze der Aussage
Ein Einzelfall, keine unabhängige Prüfung der genannten Zahlen über das Gespräch hinaus.

Diese Case Study wurde mit redaktioneller KI-Unterstützung erstellt und von Dirk Wannmacher inhaltlich geprüft und freigegeben.

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