Gabriel Reifinger: Komplett am Arsch der Welt und trotzdem größer als alle anderen

Diese Case Study, lesbar für Menschen.
Eine Case Study · Business Hacks für Personal Trainer

Komplett am Arsch der Welt — und trotzdem größer als alle anderen

Gabriel lebt in einem oberösterreichischen Dorf, dreiviertel Stunden von jeder Stadt entfernt. Anderthalb bis zwei Jahre hatte er fast keine Kunden. Heute betreut sein Unternehmen über 400 Klient:innen mit fünf Mitarbeitenden — und er selbst investiert jedes Jahr fünfstellige Summen in die eigene Weiterbildung.

Vorschaubild: Interview mit Gabriel Reifinger
400+
betreute Klient:innen im Hybrid-Modell (1:1 & online)
5
Mitarbeitende, ein weiterer Coach in Ausbildung
1,5–2 Jahre
fast ohne Kunden, ganz am Anfang seines Weges
50.000 €
eigene Investition in Weiterbildung, allein in diesem Jahr
Die Kurzfassung

Die ganze Geschichte in fünf Zeilen

1. Gabriel Reifinger, heute 23, lebt in einem kleinen Ort in Oberösterreich, rund 45 Autominuten von der nächsten Stadt entfernt — und ließ sich mit 19 Jahren zum Trainer ausbilden, angetrieben von der eigenen Erfahrung mit Übergewicht als Kind und extremer Magerkeit als Jugendlicher.

2. Sein Weg begann alles andere als geradlinig: anderthalb bis zwei Jahre hatte er praktisch keine Kunden, bevor "der Stein ins Rollen kam". Das eigentliche Fundament seines Business, wie er selbst betont, wurde in seiner frühen Coaching-Zusammenarbeit mit Dirk gelegt.

3. Heute führt er ein Unternehmen mit über 400 betreuten Klient:innen im Hybrid-Modell (1:1 und online) und fünf Mitarbeitenden, von denen viele zunächst seine eigenen, über Monate persönlich betreuten Kunden waren, bevor er ihnen Vertrauen als Trainer:innen im Team schenkte.

4. Sein zentrales Verkaufsprinzip: keine Kaltakquise, sondern ausschließlich Arbeit mit Menschen, die bereits Vertrauen zu ihm haben — und die ehrliche Bereitschaft, einen Interessenten abzulehnen, wenn ein kurzes Paket seiner Einschätzung nach ohnehin nicht zum Ziel führen würde.

5. Wichtige Einordnung: Gabriel nennt weder einen konkreten Gesamtumsatz noch ein persönliches Einkommen. Bestätigt sind die Kennzahlen 400+ Klient:innen, 5 Mitarbeitende und eine jährliche Eigeninvestition von 50.000 € in Weiterbildung — nicht mehr, nicht weniger.

Wer hier spricht

Dirk Wannmacher & Gabriel Reifinger

Business-Coach

Dirk Wannmacher

Deutschland

16 Jahre selbst Personal Trainer, Business in drei Großstädten von null aufgebaut. Berät seitdem hunderte Trainer:innen in Marketing, Verkauf und Businessaufbau.

Personal Trainer, Unternehmer & Buchautor

Gabriel Reifinger

Ländliches Oberösterreich, Österreich

23 Jahre alt, seit 2019 in der Branche aktiv, führt ein Hybrid-Coaching-Unternehmen mit über 400 Klient:innen und fünf Mitarbeitenden, Autor des Buches "Disziplin, Stärke und Erfolg".

Der Ausgangspunkt

Vom übergewichtigen Kind zum Trainer aus Überzeugung

Gabriels Antrieb ist tief persönlich: Als Kind war er übergewichtig, als Jugendlicher aß er kaum noch und wurde extrem dünn — beide Erfahrungen ließen ihn früh spüren, "dass es nichts Schlimmeres gibt, als sich den ganzen Tag beschissen zu fühlen". Mit 15 begann er zu trainieren, mit 19 (2019) startete er seine Ausbildungen. Sein Ort: fünf Städte etwa gleich weit entfernt, jede rund 45 Autominuten — nach eigener, humorvoller Aussage "komplett am Arsch der Welt".

Der Anfang war alles andere als leicht: anderthalb bis zwei Jahre lang hatte er praktisch keine Kunden. Genau in dieser frühen Phase absolvierte er sein erstes Coaching bei Dirk — "das Fundament wurde mit dir gelegt, Dirk, und dafür bin ich dir heute noch dankbarer", sagt er im Gespräch rückblickend. Von da an ging es, wie er es beschreibt, wie ein fallender Dominostein weiter.

Direkte Antwort

Nein, ganz im Gegenteil - Gabriel hatte anderthalb bis zwei Jahre lang praktisch keine Kunden, in einer ländlichen Lage fünf Städte je rund 45 Autominuten entfernt. Genau in dieser frühen Phase absolvierte er sein erstes Coaching bei Dirk - von da an ging es, wie er es beschreibt, wie ein fallender Dominostein weiter.

Vorher / Heute

Vorher

  • Anderthalb bis zwei Jahre fast ohne Kunden, trotz ländlicher Lage weit von jeder Stadt
  • Kein Vorbild im eigenen Umfeld für erfolgreiche Selbständigkeit oder Mitarbeiterführung
  • Umfeld riet zur Festanstellung statt zum riskanten Trainerweg
  • Keine erprobten Prozesse oder Systeme für ein wachsendes Team

Heute

  • Über 400 betreute Klient:innen im Hybrid-Modell (1:1 und online)
  • Fünf Mitarbeitende, viele davon ehemalige eigene Kunden mit erprobtem Vertrauensverhältnis
  • Ausschließlich Verkauf über Vertrauen und Empfehlung statt Kaltakquise
  • Dokumentierte Prozesse und Checklisten für konsistente Kundenbetreuung im Team
Die Entscheidung

Vertrauen zuerst, dann verkaufen

Gabriel lehnt Kaltakquise konsequent ab. Seine Überzeugung: Menschen, die einem bereits vertrauen, kommen von selbst oder über Empfehlung — und genau dieses Vertrauen ist die Voraussetzung dafür, wirklich helfen zu können. Statt kurze "Kennenlern-Pakete" zu verkaufen, führt er ausführliche Erstgespräche, in denen der Interessent seine eigenen Probleme selbst erkennt. Erst dann empfiehlt er die Paketlänge, die seiner fachlichen Einschätzung nach tatsächlich zum Ziel führt — auch wenn das bedeutet, jemanden ehrlich wegzuschicken: "Geh ins Fitnessstudio, komm in zwei Jahren wieder."

Diese Haltung überträgt sich auch auf sein Team: Die ersten Mitarbeitenden kamen aus dem Kreis seiner eigenen, teils über ein Jahr persönlich betreuten Kunden. Weil er ihre Zuverlässigkeit und Arbeitsmoral schon aus der Kundenbeziehung kannte, konnte er ihnen mit vergleichsweise geringem Risiko Verantwortung übertragen — ergänzt durch dokumentierte Prozesse, die er selbst mit dem Merksatz "System = Save Yourself Time, Energy and Money" beschreibt.

Was er konkret verändert hat

Fünf Werkzeuge, die er seitdem benutzt

1

Vertrauensbasierter Verkauf statt Kaltakquise

Er arbeitet ausschließlich mit Menschen, die bereits ein gewisses Vertrauen zu ihm mitbringen, statt fremde Kontakte anzuschreiben.

WirkungHöhere Abschlussquote und passendere Kund:innen, weil das Vertrauen schon vor dem Verkaufsgespräch besteht.
2

Ehrliche Ablehnung statt Umsatz um jeden Preis

Weiß er, dass ein kurzes Paket einem Interessenten nicht zum Ziel verhilft, verkauft er es bewusst nicht — auch wenn das kurzfristig Umsatz kostet.

WirkungLangfristige Glaubwürdigkeit und ein Ruf, der zuverlässige Empfehlungen erzeugt.
3

Mitarbeiter aus dem eigenen Kundenkreis rekrutieren

Statt unbekannte Bewerber:innen einzustellen, gewann er erste Mitarbeitende aus Kunden, deren Zuverlässigkeit er bereits über Monate persönlich kannte.

WirkungGeringeres Risiko bei der ersten Personalentscheidung, tragfähiges Vertrauensverhältnis von Anfang an.
4

Dokumentierte Prozesse und Checklisten

Klare, schriftlich festgehaltene Abläufe für wiederkehrende Aufgaben sorgen dafür, dass jedes Teammitglied gleich vorgeht, unabhängig von individueller Auslegung.

WirkungKonsistente Kundenbetreuung auch bei mehreren Trainer:innen, weniger Fehler durch Missverständnisse.
5

Kontinuierliche eigene Weiterbildung als fester Kostenpunkt

Er investiert jährlich fünfstellige Summen in eigene Coachings, auch bei internationalen Anbietern, statt sein Wissen als "fertig" zu betrachten.

WirkungStändig aktualisierte Methoden für Klient:innen und Team statt eines über Jahre unveränderten Angebots.
Der Verlauf

Was in den Jahren danach passierte

Mit 15

Erster eigener Zugang zum Training nach Erfahrungen mit Übergewicht und späterer Magerkeit.

2019 (19 Jahre alt)

Start der Trainerausbildungen, früh begleitet durch das Coaching bei Dirk.

Erste 1,5–2 Jahre

Fast keine Kunden, trotz konsequenter Arbeit an sich selbst und am Business.

Der Wendepunkt

"Der Stein kommt ins Rollen" — beschleunigtes Wachstum durch Vertrauensverkauf und Empfehlungen.

Aufbau des Teams

Erste Mitarbeitende aus dem eigenen, langjährig betreuten Kundenkreis, begleitet von dokumentierten Prozessen.

Heute (23 Jahre)

Über 400 Klient:innen, fünf Mitarbeitende, drittgrößter Anbieter in Österreich, erklärtes Ziel: der größte in Österreich, danach Expansion nach Deutschland.

Im O-Ton

Gabriel, in seinen eigenen Worten

Ich habe eineinhalb bis zwei Jahre fast keine Kunden gehabt. Und das möchten sich Leute mal vorstellen mit meiner Größe jetzt nach dreieinhalb Jahren.
Über seinen schwierigen Anfang~14:30
Leute, die dir vertrauen, werden immer zu dir kommen bzw. dich weiterempfehlen. Vertrauen zuerst — der Mensch soll dich erst kennenlernen.
Über seinen Verzicht auf Kaltakquise~06:20
Wer zu mir kommt, bekommt Ergebnisse und fertig. Und das kann ich nur garantieren, wenn ich dir sage, wie viel Zeit du wirklich brauchst.
Über seine ehrliche Paketberatung~07:40
Allein dieses Jahr habe ich 50.000 € in Coachings ausgegeben.
Über seine kontinuierliche Eigeninvestition~20:10
Ich weiß, dass ich von nichts kam, dass mir nichts geschenkt wurde — und dass keiner meiner Konkurrenten nur ansatzweise den Antrieb hat wie ich.
Über seinen inneren Antrieb~16:50
Wenn ein Coach dasselbe Programm wie vor fünf Jahren noch immer eins zu eins hergibt, ist das in meinen Augen ein schlechter Coach.
Über die Notwendigkeit ständiger Weiterentwicklung~22:00
Kapitel der Folge

Wo im Gespräch welches Thema liegt

00:00Intro & Leben "am Arsch der Welt"
03:00Die persönliche Geschichte hinter dem Antrieb
06:20Vertrauensbasierter Verkauf statt Kaltakquise
10:30Vom Solo-Trainer zum Unternehmen mit 400+ Klient:innen
14:30Der schwierige Anfang: 1,5–2 Jahre fast ohne Kunden
16:50Die großen Ziele: größter Coach Österreichs, dann Deutschland
20:1050.000 € jährliche Investition in eigene Weiterbildung
25:00Mitarbeiter aus dem eigenen Kundenkreis aufbauen
27:30Prozesse & Systeme fürs Team
31:00Abschließender Rat: hol dir einen Coach
Was daraus wurde

Mehr als eine Erfolgszahl

Herkunft als Motivation statt Ausrede

Statt seinen ländlichen Wohnort als Hindernis zu behandeln, macht Gabriel ihn explizit zum Beweis dafür, dass Standort keine zwingende Erfolgsbremse ist.

Ehrliche Ablehnung als Vertrauensaufbau

Ungeeignete Interessenten bewusst wegzuschicken, statt ihnen ein zu kurzes Paket zu verkaufen, stärkt langfristig seinen Ruf mehr als kurzfristiger Zusatzumsatz.

Mitarbeiterführung über Vertrauen aus Kundenbeziehungen

Der Umweg über ehemalige, persönlich bekannte Kunden als erste Teammitglieder reduzierte das Risiko der ersten Personalentscheidungen erheblich.

Weiterbildung als dauerhafte Investition, nicht als Einmalausgabe

Die jährliche Investition von 50.000 € zeigt ein Geschäftsverständnis, das Wissen als kontinuierlich zu erneuernde Ressource behandelt, nicht als einmal erworbenes Kapital.

Häufige Fragen

Fragen, die sich viele Personal Trainer stellen

Kann ich als Personal Trainer auch in einer sehr ländlichen Region erfolgreich sein?

Gabriels Geschichte zeigt: Ja. Er lebt fast eine Stunde von jeder größeren Stadt entfernt und hat trotzdem ein Unternehmen mit über 400 Klient:innen aufgebaut — nach eigener Aussage spielt der Standort für ihn keine Rolle.

Muss ich Kaltakquise betreiben, um mein Business aufzubauen?

Nicht zwingend. Gabriel lehnt Kaltakquise komplett ab und arbeitet ausschließlich mit Menschen, die bereits Vertrauen zu ihm haben — über persönliche Empfehlungen und ausführliche Erstgespräche.

Wie finde ich die ersten Mitarbeiter für mein wachsendes Business?

Gabriels Ansatz: aus dem eigenen Kundenkreis rekrutieren. Menschen, deren Zuverlässigkeit man bereits über Monate persönlicher Zusammenarbeit kennt, senken das Risiko der ersten Personalentscheidungen erheblich.

Lohnt sich kontinuierliche Weiterbildung, auch wenn das Business schon gut läuft?

Gabriels Haltung: unbedingt. Er investiert weiterhin fünfstellige Summen jährlich in eigene Coachings, weil er ein Angebot, das sich über Jahre nicht weiterentwickelt, für schlechten Service hält.

Kommt dir das bekannt vor

Dann liest du hier gerade über dich

Du lebst oder arbeitest fernab der Großstadt und hast das Gefühl, dass dort "einfach nicht mehr geht". Vielleicht steckst du auch gerade in einer Phase, in der trotz harter Arbeit kaum Kunden kommen, und dein Umfeld rät dir eher zu einer sicheren Festanstellung. Genau da stand Gabriel auch, anderthalb bis zwei Jahre lang, bevor sein Business ins Rollen kam.

Quellen und Einordnung

Woher jede Angabe auf dieser Seite stammt

Transkript
Vollständiges Transkript des YouTube-Interviews per vidIQ gezogen und komplett gelesen; Zitate stammen aus dessen exaktem Wortlaut (nur Füllwörter geglättet).
Kapitel & Timestamps
Grob geschätzte Kapitelmarken direkt aus dem Transkriptverlauf, nicht aus einer separaten KI-Videoanalyse oder offiziellen Kapitelmarken. Die mm:ss-Angaben sind Näherungswerte und können abweichen.
Wichtiger Hinweis zu Umsatz und Einkommen
Gabriel nennt im Gespräch weder einen konkreten Gesamtumsatz noch ein persönliches Einkommen. Die genannten "5-stelligen Coaching-Deals" beziehen sich im Video-Titel auf Verkäufe an seine Klient:innen, nicht auf sein eigenes Einkommen; die 50.000 € sind seine eigene jährliche Ausgabe für Weiterbildung. Diese Seite verzichtet deshalb bewusst auf jede Umsatz- oder Einkommensangabe zu Gabriel selbst.
Grenze der Aussage
Ein Einzelfall, keine unabhängige Prüfung der genannten Kennzahlen (400+ Kunden, 5 Mitarbeitende) über das Gespräch hinaus.

Diese Case Study wurde mit redaktioneller KI-Unterstützung erstellt und von Dirk Wannmacher inhaltlich geprüft und freigegeben.

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