Jakob Sittenthaler: Selbständig werden ohne Angst vor dem Scheitern

Diese Case Study, lesbar für Menschen.
Eine Case Study · Business Hacks für Personal Trainer

Mein größtes Problem war ich selbst: Jakobs vorsichtiger Weg in die Selbständigkeit

Jakob Sittenthaler aus Linz arbeitet als Grafiker und nebenberuflich im Fitnessstudio — sein Ziel: schrittweise in die Personal-Training-Selbständigkeit. Seine größte Hürde war nicht das System, sondern die Frage, ob er selbst konsequent ins Umsetzen kommen würde.

Vorschaubild: Interview mit Jakob Sittenthaler
2 Jobs
weiterhin angestellt, PT-Business bisher als Zusatzverdienst
Erste 1:1-Kund:innen
gewonnen, Vertrauen erfolgreich aufgebaut
44.000 €
Österreichs Kleinunternehmergrenze — sein Zielrahmen, kein erreichtes Ergebnis
Struktur first
feste Posting-Zeiten statt spontanem Chaos
Die Kurzfassung

Die ganze Geschichte in fünf Zeilen

1. Jakob Sittenthaler aus Linz an der Donau arbeitet als Grafiker und nebenberuflich als Trainer im Fitnessstudio und möchte schrittweise in die Personal-Training-Selbständigkeit wechseln.

2. Sein größtes Problem vor dem Coaching war nicht Zweifel am System, sondern an sich selbst: "Ich schiebe Dinge irgendwie auf" — die Frage war, ob er die Inhalte auch konsequent umsetzen würde.

3. Er behält bewusst beide Anstellungen und betreibt das PT-Business als Zusatzverdienst ohne finanziellen Druck, um erst einmal auszuprobieren, ob ihm die 1:1-Arbeit außerhalb des Studios wirklich liegt.

4. Er gewann seine ersten zahlenden Kund:innen, baute eine feste Struktur für Social-Media-Postings auf und lernte, Ablehnung eines Angebots von Ablehnung der eigenen Person zu trennen.

5. Wichtige Einordnung: Die genannten 44.000 Euro sind die österreichische Kleinunternehmergrenze, die Jakob sich als Zielrahmen für dieses Jahr gesetzt hat — kein bereits erreichter Umsatz. Er nennt im Gespräch keine konkrete erzielte Umsatzzahl.

Wer hier spricht

Dirk Wannmacher & Jakob Sittenthaler

Business-Coach

Dirk Wannmacher

Deutschland

16 Jahre selbst Personal Trainer, Business in drei Großstädten von null aufgebaut. Berät seitdem hunderte Trainer:innen in Marketing, Verkauf und Businessaufbau.

Grafiker & angehender Personal Trainer

Jakob Sittenthaler

Linz, Österreich

Arbeitet als Grafiker und nebenberuflich als Trainer im Fitnessstudio, baut parallel ein eigenes 1:1-Personal-Training-Angebot inklusive Outdoor-Workouts an der Donau auf.

Der Ausgangspunkt

Das System war nie das Problem — er selbst schon

Jakob beschreibt seine Ausgangslage schonungslos ehrlich: "Wenn ich ehrlich bin, stand ich vor mir selber." Er hatte Dirks Buch gekauft, Online-Workshops und Zoom-Calls verfolgt und war überzeugt, dass das Konzept funktioniert — die eigentliche Unsicherheit betraf ihn selbst: würde er die Inhalte tatsächlich konsequent umsetzen, oder Dinge wie gewohnt aufschieben?

Ein zusätzliches mentales Hindernis war die Sorge, in seiner Stadt als "junger Typ ohne Ahnung" wahrgenommen zu werden, neben einem bereits etablierten, bekannten Trainer im Premiumsegment. Sein Ausweg: den Unterschied zwischen bloßer Sportbegeisterung und echter fachlicher Kompetenz in der Betreuung klar für sich zu definieren.

Direkte Antwort

Nicht das Konzept - Jakob war bereits überzeugt, dass Dirks Ansatz funktioniert, die eigentliche Unsicherheit betraf ihn selbst: würde er die Inhalte tatsächlich konsequent umsetzen, oder Dinge wie gewohnt aufschieben? Sein Ausweg: den Unterschied zwischen bloßer Sportbegeisterung und echter fachlicher Kompetenz klar für sich zu definieren.

Vorher / Heute

Vorher

  • Tendenz, Dinge aufzuschieben statt konsequent umzusetzen
  • Unsicherheit gegenüber einem etablierten Trainer in seiner Stadt
  • Ursprüngliche Annahme, erst Visitenkarte, Flyer und Website zu brauchen, bevor man starten kann
  • Keine Erfahrung mit aktiver Kundenansprache und Umgang mit Ablehnung

Heute

  • Feste Struktur für Social-Media-Postings (dienstags und donnerstags um 16 Uhr)
  • Erste zahlende 1:1-Kund:innen gewonnen und erfolgreich Vertrauen aufgebaut
  • Klare Trennung zwischen Ablehnung des Angebots und persönlicher Ablehnung gelernt
  • Direkt gestartet, ohne auf perfekte Website oder Materialien zu warten
Die Entscheidung

Selbstverantwortung statt Warten auf Mundpropaganda

Jakobs zentrales Learning: "Wenn sich keiner meldet oder zu wenig Frequenz ist, dann bin ich halt selber schuld, muss halt mehr Leute kontaktieren." Statt darauf zu warten, dass sich sein Angebot von selbst herumspricht, übernahm er aktiv Verantwortung für seine eigene Akquise — ein Prozess, der laut ihm zwingend praktische Erfahrung erfordert, nicht nur Planung im "stillen Kämmerlein".

Besonders wertvoll war für ihn, sich vorab realistisch auf Ablehnung einzustellen: Wenn im Schnitt nur ein Teil der Kontakte zusagt, kann er systematisch weiterzählen, statt sich von einzelnen Absagen entmutigen zu lassen.

Was er konkret verändert hat

Vier Werkzeuge, die er seitdem benutzt

1

Feste Zeiten statt spontanem Posten

Er implementierte feste Termine für Social-Media-Inhalte (dienstags und donnerstags um 16 Uhr) statt unregelmäßiger, spontaner Posts.

WirkungKonsequente, planbare Präsenz statt sporadischer Aktivität.
2

Ablehnung des Angebots von persönlicher Ablehnung trennen

Er lernte, eine höfliche Absage als Ablehnung des Angebots zu verstehen, nicht als Ablehnung seiner Person.

WirkungWeniger emotionale Belastung bei Absagen, mehr Durchhaltevermögen bei der Akquise.
3

Einfach starten statt auf perfekte Ausstattung zu warten

Statt zu warten, bis Visitenkarte, Flyer und Website fertig sind, begann er direkt mit ersten Kund:innen — die Website kommt erst jetzt nach und nach.

WirkungFrühere echte Praxiserfahrung statt Verzögerung durch Perfektionismus.
4

Bewusstes Testen ohne finanziellen Druck

Er behält beide Anstellungen bewusst bei, um erst zu prüfen, ob ihm die 1:1-Arbeit wirklich liegt, bevor er den vollen Schritt wagt.

WirkungRisikoärmerer Übergang mit echter Erprobungsphase statt überstürztem Vollzeit-Sprung.
Der Verlauf

Was in den ersten Monaten passierte

Vor dem Coaching

Angestellt als Grafiker und Fitnessstudio-Trainer, Wunsch nach eigenem PT-Business, aber Zweifel an der eigenen Umsetzungsfähigkeit.

Coachingstart

Investment als bewusste Entscheidung gegen weiteres Abwarten ("ein oder zwei Jahre").

Erste Monate

Struktur für Social Media aufgebaut, eigenes Trainingsequipment zu Hause angeschafft, erste Kund:innen gewonnen.

Kurze Unterbrechung

Ein Monat Abwesenheit bremste den Umsatz zwischenzeitlich.

Aufnahmezeitpunkt (Ende Mai)

Wiederaufnahme des Schwungs, Start von Outdoor-Workouts an der Donau, erste Kooperationen und Flyer in Arbeit.

Im O-Ton

Jakob, in seinen eigenen Worten

Wenn ich ehrlich bin, stand ich vor mir selber.
Über seine größte Herausforderung vor dem Coaching~02:40
Wenn sich keiner meldet oder zu wenig Frequenz ist, dann bin ich halt selber schuld, muss halt mehr Leute kontaktieren.
Über seinen Mindset-Wandel zur Eigenverantwortung~08:20
Lehnt er jetzt mich als Mensch ab, was bin ich jetzt? Oder lehnt er meine Dienstleistung ab? Das zu trennen ist ein Lernprozess.
Über den Umgang mit Ablehnung bei der Akquise~17:30
Ursprünglich vor dem Coaching war mein Thema: Ich brauche eine Visitenkarte, einen Flyer und eine Website, und dann kann ich starten. Website habe ich immer noch nicht, bin gerade dabei — aber das kommt jetzt noch.
Über sein verändertes Verständnis, wann man "bereit" zum Start ist~15:00
Das schöne Gefühl der Vertrauensbasis, die da war — dass Leute bereit sind, in sich selbst und in mich zu investieren.
Über sein Gefühl bei den ersten gewonnenen Kund:innen~11:00
Kapitel der Folge

Wo im Gespräch welches Thema liegt

00:00Intro & Vorstellung: zwischen Anstellung und Selbständigkeit
02:40Das eigentliche Problem: Selbstumsetzung statt Systemzweifel
08:20Eigenverantwortung bei der Akquise
11:00Die ersten gewonnenen Kund:innen
15:00Warum perfekte Ausstattung kein Startvoraussetzung ist
17:30Ablehnung des Angebots von persönlicher Ablehnung trennen
20:00Der 44.000-Euro-Zielrahmen für dieses Jahr
22:00Kontaktmöglichkeiten & Abschluss
Was daraus wurde

Mehr als ein zweites Standbein

Ein risikoarmer Übergangsweg

Durch das bewusste Beibehalten beider Anstellungen kann Jakob echte Praxiserfahrung sammeln, ohne sofort das finanzielle Risiko des Vollzeit-Sprungs einzugehen.

Ein gesünderes Verhältnis zu Ablehnung

Die klare Trennung zwischen Angebots- und persönlicher Ablehnung macht die Akquise emotional tragbarer.

Ehrlicher Umgang mit einem noch offenen Zielrahmen

Statt eine erfundene Umsatzzahl zu präsentieren, benennt diese Seite klar, dass die 44.000-Euro-Grenze ein Ziel und keine erreichte Zahl ist.

Ein Beispiel für "einfach anfangen"

Der Verzicht auf perfekte Vorbereitung zugunsten echter erster Kundenerfahrung zeigt einen pragmatischen Umgang mit Perfektionismus.

Häufige Fragen

Fragen, die sich viele angehende Personal Trainer stellen

Muss ich meinen Hauptjob sofort kündigen, um ein PT-Business zu starten?

Jakobs Beispiel zeigt: Ein schrittweiser Übergang mit beibehaltener Anstellung kann helfen, risikoarm auszuprobieren, ob einem die Arbeit wirklich liegt.

Brauche ich vor dem Start unbedingt eine fertige Website und Visitenkarten?

Jakobs Erfahrung: Nein. Man kann auch ohne perfekte Ausstattung mit den ersten Kund:innen starten und die restlichen Materialien parallel entwickeln.

Wie gehe ich mit Absagen bei der Kundenakquise um, ohne mich persönlich getroffen zu fühlen?

Jakobs Ansatz: bewusst trennen, ob jemand das Angebot oder einen als Person ablehnt — eine Fähigkeit, die sich erst durch echte Erfahrung entwickelt.

Wie konkurriere ich als junger Trainer gegen etablierte Wettbewerber:innen?

Jakobs Perspektive: den Unterschied zwischen reiner Sportbegeisterung und echter fachlicher Betreuungskompetenz klar für sich selbst herausarbeiten.

Kommt dir das bekannt vor

Dann liest du hier gerade über dich

Du weißt eigentlich schon, was du willst, und hast dir vielleicht sogar schon Equipment gekauft — aber du gehst nicht raus, wirst nicht sichtbar, aus Angst vor der Reaktion deines Umfelds. Genau da stand Jakob auch, bevor er lernte, einfach anzufangen, ohne auf die perfekte Vorbereitung zu warten.

Quellen und Einordnung

Woher jede Angabe auf dieser Seite stammt

Transkript
Vollständiges Transkript des YouTube-Interviews per vidIQ gezogen und komplett gelesen; Zitate stammen aus dessen exaktem Wortlaut (nur Füllwörter geglättet). Der volle Name "Jakob Sittenthaler" stammt aus dem offiziellen Videotitel.
Kapitel & Timestamps
Grob geschätzte Kapitelmarken direkt aus dem Transkriptverlauf, nicht aus einer separaten KI-Videoanalyse oder offiziellen Kapitelmarken. Die mm:ss-Angaben sind Näherungswerte und können abweichen.
Podcast-Verlinkung
Für dieses Video wurde keine passende Episode bei Apple Podcasts gefunden; die allgemeinen Show-Links werden verwendet.
Wichtiger Hinweis zu Umsatzzahlen
Die genannten 44.000 Euro sind die österreichische Kleinunternehmergrenze, die Jakob sich als Zielrahmen für dieses Jahr gesetzt hat, kein bereits erreichter Umsatz. Jakob nennt im Gespräch keine konkrete erzielte Umsatzzahl.
Grenze der Aussage
Ein Einzelfall, keine unabhängige Prüfung der genannten Aussagen über das Gespräch hinaus.

Diese Case Study wurde mit redaktioneller KI-Unterstützung erstellt und von Dirk Wannmacher inhaltlich geprüft und freigegeben.

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