Aus dem Hobby wurde ein Pool: Wie Sandra Pittner im 500-Seelen-Dorf nebenberuflich ihr Business skalierte
Sandra Pittner ist Personal Trainerin aus der nördlichen Oberpfalz und arbeitet hauptberuflich im Marketing. Im zweiten Gespräch mit Dirk erzählt sie, was seit dem ersten Interview passiert ist: Der Pool steht, ihr Hobby wird zu Hause anerkannt, ein Online-Programm läuft auch im Urlaub, und sie hält ihre Preise in einem Dorf mit 500 Einwohnern.
Direkte Antwort: Wie skaliert Sandra Pittner ihr Personal-Training-Business auf dem Dorf?
Nach eigener Aussage, indem sie ihre Preise hält und sogar erhöht, Einwänden mit einem festen Ablauf begegnet, dem Kunden klar sagt, was er braucht, und sich nicht von einzelnen Interessenten abhängig macht. In einem Dorf mit 500 Einwohnern ist sie die einzige Personal Trainerin. Ihr Online-Programm läuft auch, wenn sie im Urlaub ist. Konkrete Umsätze oder Preise nennt sie im Gespräch nicht.
Die ganze Geschichte in fünf Zeilen
Ausgangslage: Sandra Pittner arbeitet hauptberuflich im Marketing und betreibt nebenbei Bodylates, ihr Angebot für Frauen nach Pause oder Schwangerschaft. Im ersten Gespräch mit Dirk wollte sie ihrer Familie zeigen, dass ihr Hobby mehr ist als Zeitverschwendung, und sich von dem verdienten Geld einen Pool kaufen.
Was sie gemacht hat: Sie hält und erhöht ihre Preise, geht mit einem festen Gesprächsablauf in den Verkauf, sagt Kundinnen klar, was sie brauchen, und hat ein Online-Programm aufgebaut, das auch ohne ihre Anwesenheit weiterläuft.
Ergebnis: Nach eigener Aussage steht der Pool, ihr Hobby gilt in der Familie als anerkannte Tätigkeit und ein zweiwöchiger Einsatz als Trainerin in einem Clubhotel in Andalusien hat den Familienurlaub günstig gemacht.
Werkzeuge: Acht Werkzeuge, die sie im Gespräch beschreibt, von der Preishaltung bis zum Wochenkalender.
Grenze der Aussage: Sandra nennt keine Umsätze, Preise oder Kundenzahlen aus dem Personal Training. Alles auf dieser Seite sind ihre eigenen Angaben und Eindrücke, nicht unabhängig geprüft.
Dirk Wannmacher & Sandra Pittner
Dirk Wannmacher
16 Jahre selbst Personal Trainer, Business in drei Großstädten von null aufgebaut. Berät seitdem hunderte Trainer:innen in Marketing, Verkauf und Businessaufbau. Hat Sandra zum zweiten Mal zu Gast, um zu hören, was sie in der Zwischenzeit erreicht hat.
Sandra Pittner
Betreibt Bodylates, ein Angebot für Frauen, die nach einer Pause oder Schwangerschaft wieder in Bewegung kommen wollen oder mit Rücken- und Beckenbodenbeschwerden, nach Krankheit oder Brustkrebs Muskeln aufbauen möchten. Gibt Pilates- und HIIT-Kurse, arbeitet hauptberuflich im Marketing.
Ein Hobby, das sich beweisen musste
Als Sandra mit Dirk zu arbeiten begann, wollte sie ihrer Familie zeigen, dass ihr Hobby mehr ist als Zeitverschwendung. Und sie wollte sich von dem Geld, das sie damit verdient, einen Pool kaufen. Im ersten Gespräch ging es unter anderem um ihre Pakete, ihre Preise und die Frage, wie man sich im Verkauf traut, klar aufzutreten.
Dazu kam ein Glaubenssatz, den sie nach eigener Aussage selbst hatte: Auf dem Dorf zahlt niemand solche Preise. Sandra wohnt in einem Ort mit 500 Einwohnern, die nächste Großstadt Nürnberg ist eine Stunde entfernt, Bayreuth rund 20 Minuten. Sie sagt, der Glaubenssatz habe sich nicht bewahrheitet: Es gebe viele Einfamilienhäuser, viele Menschen mit Schmerzen und Geld, und sie sei die einzige Personal Trainerin im Ort.
Außerdem war sie in Sachen Verkauf „voll blauäugig und unerfahren“, obwohl sie im Hauptberuf im Marketing arbeitet. Sie kam dort mit Vertrieb in Berührung, hatte aber keine Verkaufserfahrung.
Vorher
- Hobby, das in der Familie als Zeitverschwendung galt
- Low-Budget-Preise und die Frage „Kann ich das wirklich verlangen?“
- Wenig Verkaufserfahrung trotz Marketing-Job
- Der Glaubenssatz, dass auf dem Dorf niemand solche Preise zahlt
- Verkaufsgespräche ohne Leitfaden
Heute
- Ein Pool im Garten und ein anerkannter Nebenjob
- Preise gehalten und zum Teil weiter erhöht
- Leitfaden für das Verkaufsgespräch und innere Unabhängigkeit vom einzelnen Interessenten
- Alleinstellung im Dorf, Kundinnen aus der Region und vereinzelt aus Dubai und Köln
- Online-Programm, das auch im Urlaub weiterläuft
Warum Sandra nebenberuflich bleibt
Dirk fragt, warum sie bei diesem Verlauf den Hauptjob nicht reduziert und das Training in Vollzeit macht. Sandra antwortet: Ihr Hauptjob macht ihr Spaß, sie hat tolle Kollegen und eine gute Firma. Das sei ihr „schönes Kissen“, auf das sie sich legen kann. Vielleicht, sagt sie selbst, sei sie auch nicht so mutig, und vielleicht gehe ihr die Passion ein Stück verloren, wenn sie das Training als Haupterwerb betreibt.
Andere Trainerinnen aus ihrem Umfeld haben den Sprung in die komplette Selbstständigkeit gewagt. Sandra lässt offen, ob sie nachzieht. Wenn sie es täte, würde sie „Vollgas geben“. Vorher möchte sie mehr Kooperationen mit Physiotherapeuten und Ärzten aufbauen. Ihre Kinder werden größer, damit hat sie mehr Zeit für ihre Passion.
Acht Werkzeuge aus ihrem Alltag
Preise halten und erhöhen
Früher war Sandra eher Low Budget und hatte „Fragezeichen im Hirn“. Heute sagt sie, der Preis sei es wert, weil das Training das Leben der Kundinnen verändert. Den Kundinnen erklärt sie, dass sie mit 80 noch selbstständig sein wollen und nicht im Pflegeheim liegen.
Über Nacht darüber schlafen lassen
Auf „Ich muss noch mit meinem Mann sprechen“ reagiert sie je nach Mensch unterschiedlich: Entweder geht sie in eine direkte Einwandbehandlung oder sie schlägt vor, eine Nacht darüber zu schlafen und am nächsten Tag zu sprechen. Ob es eine Ausrede ist, spürt sie nach eigener Aussage per Bauchgefühl, oft kennt sie die Kundinnen über Ecken.
Die Ja-Straße im Verkaufsgespräch
Sandra wiederholt nicht Leistungspunkte, sondern das Ergebnis, das die Kundin erreichen will. Sie greift deren eigene Ziele auf („du willst doch keine Rückenschmerzen mehr haben“) und baut so eine Kette von Jas. Dabei hört sie viel zu und schreibt in einem dicken Notizbuch mit.
Klare Ansage statt Preistabelle
Sie lässt die Kundin nicht zwischen Paketen wählen. Ihr Vergleich: Der Arzt fragt auch nicht, ob man lieber Medikament A oder B hätte. Personal Training bietet sie mindestens drei Monate an, manchmal sechs, „wie bei der Fahrschule“.
Nicht abhängig vom einzelnen Kunden
Wenn jemand sagt, es sei nichts für ihn, nimmt sie es nicht mehr persönlich. Ihre innere Haltung: Sie braucht den einzelnen Interessenten nicht unbedingt und hätte auch andere Anwärterinnen. Eine Kundin, die schlecht über ihre eigenen Kunden sprach, hat sie sogar gekündigt, weil das nicht zu ihren Werten passte.
Kurse als Kundenquelle
Sandra gibt seit Jahren Pilates- und HIIT-Kurse und hat dort rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer betreut. Aus den Kursen entscheiden sich einzelne für Personal Training, dazu kommt Mund-zu-Mund-Propaganda. Social Media macht sie vor allem für die lokale Basis.
Austausch im Trainerinnen-Netzwerk
Sie ist mit anderen Trainerinnen vernetzt, die dieselbe Zielgruppe bedienen. Fragen zu Steuern oder zu Kundinnen mit Beckenbodenproblemen stellt sie in die Gruppe und bekommt Antworten. Dazu gibt es regelmäßig ein gemeinsames Weiterbildungswochenende.
Alles einplanen
Sandra takt alles ein, auch Wäsche und Blumengießen, und nutzt kurze Leerlaufzeiten. Unangenehme Aufgaben trägt sie in den Kalender ein, dann erledigt sie sie. Ihr Prinzip: 80 Prozent Perfektionismus, 20 Prozent Spaß.
Vom Hobby zum Pool, so weit sie es selbst erzählt
Sandra will ihrer Familie zeigen, dass ihr Hobby mehr ist als ein Hobby, und sich von dem Geld einen Pool kaufen. Dirk erinnert zu Beginn an dieses Ziel.
Sie lernt im Coaching, dass ihr Angebot seinen Preis wert ist, und bekommt einen Leitfaden für das Verkaufsgespräch.
Sie baut ein Online-Programm für Frauen auf, die nach einer Sportpause oder Schwangerschaft wieder einsteigen und dranbleiben wollen.
Der Pool steht. Ihre Familie freut sich mit. Ein neues Auto ist nach ihrer Aussage noch nicht in Sicht.
Über eine Firma, die Trainer an Hotels vermittelt, arbeitet sie zwei Wochen in einem Clubhotel in Andalusien. Die Familie reist günstig mit.
Sie bleibt nebenberuflich, weil ihr Hauptjob ihr Spaß macht, und sieht sich selbst als Vollgasfrau, die einen Schritt in die Vollzeit nur mit ganzem Einsatz gehen würde.
Als nächstes Ziel nennt sie einen Aufbaukurs mit Muskelaufbau und mehr Kooperationen mit Physiotherapeuten und Ärzten. Ob sie nächstes Jahr in die Selbstständigkeit springt, lässt sie offen.
Sandra, in ihren eigenen Worten
„Mittlerweile ist mein ursprüngliches Hobby sehr anerkannt als Job. Ich mache es immer noch nebenberuflich.“
„Ja, das ist es wert, weil es ja lebensverändernd ist für die Kunden.“
„Ich bin nicht abhängig von dir. Ich brauche dich nicht unbedingt, lieber Kunde.“
„Es gibt Leute, die das zahlen. Es kommt immer auf den Leidensdruck an.“
„Was kannst du denn verlieren? Nichts. Es kann doch besser werden als jetzt.“
„Wenn du selbstbewusst reingehst und sagst, du brauchst das, Punkt, … die wollen ja jemanden, der sie führt.“
„Das A und O ist einfach, dass ich meine Preise halte und teilweise sogar noch weiter erhöhe.“
Worüber im Gespräch gesprochen wird
Die Zeitmarken stammen aus dem Transkript der Aufnahme und können um einige Sekunden abweichen.
Ein Business, das sich trägt
Der Pool steht
Das erste Ziel aus dem Coaching hat Sandra erreicht. Die Familie nutzt ihn mit.
Ein Hobby mit Anerkennung
Ihre Tätigkeit gilt zu Hause nicht mehr als Zeitverschwendung, sondern bringt etwas für die Familie.
Urlaub durch Arbeit
Zwei Wochen Einsatz in Andalusien machten den Familienurlaub günstiger.
Online-Programm
Ein dreimonatiges Einsteigerprogramm läuft nach ihren Angaben mit geringem Wochenaufwand weiter, auch wenn sie verreist ist.
Fragen, die sich viele Personal Trainer stellen
Wie hat Sandra Pittner im 500-Seelen-Dorf Kundinnen gefunden?
Über Kurse und Mundpropaganda. Sandra gibt seit Jahren Pilates- und HIIT-Kurse und hat dort rund 400 Teilnehmer betreut. Daraus entscheiden sich einzelne für Personal Training, dazu kommen Empfehlungen und lokale Social-Media-Beiträge. Hilfreich ist ihre Alleinstellung: Sie sagt, sie sei die einzige Personal Trainerin im Ort.
Kann man als Personal Trainerin auf dem Land hohe Preise verlangen?
Sandra sagt ja. Sie hatte den Glaubenssatz früher selbst, er hat sich für sie aber nicht bewahrheitet. In ihrer Region gebe es viele Menschen mit Schmerzen und mit Geld. Entscheidend sei der Leidensdruck: Die Leute kaufen aus Freude oder aus Schmerz.
Wie geht Sandra mit dem Einwand „zu teuer“ um?
Je nach Person unterschiedlich. Entweder geht sie in die Einwandbehandlung oder sie schlägt vor, eine Nacht darüber zu schlafen und am nächsten Tag zu sprechen. Für Frauen mit wenig Geld bietet sie an, die Kosten über sechs Monate zu zahlen.
Warum bleibt Sandra nebenberuflich?
Ihr Hauptjob im Marketing macht ihr Spaß, sie hat tolle Kollegen und sieht ihn wie ein „schönes Kissen“. Außerdem fürchtet sie, dass ihre Passion leidet, wenn sie das Training zum Haupterwerb macht. Ob sie nächstes Jahr doch springt, lässt sie offen.
Wie lange arbeitet Sandra mit ihren Kundinnen?
Mindestens drei Monate, manchmal sechs. Sie vergleicht das mit der Fahrschule: Mit einer Stunde besteht man keine Führerscheinprüfung. Ihr Online-Programm dauert ebenfalls drei Monate.
Was macht Sandras Online-Programm?
Es richtet sich an Frauen, die nach einer Sportpause oder Schwangerschaft wieder in Bewegung kommen wollen und bisher nicht drangeblieben sind. Sandra sagt, das System sorge dafür, dass die Frauen dranbleiben, ohne dass sie ihre Zeit eins zu eins einsetzen muss.
Welche Zahlen nennt Sandra im Interview?
Wenige. Sie nennt 500 Einwohner ihres Dorfs, rund 400 betreute Kursteilnehmer, zwei Wochen Einsatz in Andalusien und Kundinnen im Alter von etwa 35 bis 55. Umsätze, Preise oder Kundenzahlen im Personal Training nennt sie nicht.
Welchen Rat gibt Sandra Einsteigern?
Sich jemanden suchen, der einen an die Hand nimmt, sich nicht von Kritikern bremsen lassen und einfach anfangen. Ihre Worte: Du kannst nichts verlieren.
Wie bleibt Sandra bei Gegenwind aus dem Umfeld gelassen?
Sie nimmt den Gegenwind nicht zu ernst, schreibt ihre Ziele auf und setzt sich Scheuklappen auf. Außerdem umgibt sie sich mit Menschen, die selbst etwas aufbauen, zum Beispiel ihrer Trainerinnen-Gruppe.
Was hat Sandra aus dem Coaching mitgenommen?
Vor allem, ihre Preise zu halten und zu erhöhen, und einen Leitfaden für das Verkaufsgespräch. Sie hatte im Marketing-Job Berührung mit Vertrieb, aber keine Verkaufserfahrung.
Dann liest du hier gerade über dich
Du machst Personal Training neben dem Hauptjob, zweifelst, ob du auf dem Land oder in der Kleinstadt deine Preise verlangen kannst, und fühlst dich im Verkaufsgespräch unsicher. Genau dort hat Sandra angesetzt.
Woher jede Angabe auf dieser Seite stammt
- Transkript
- Vollständiges Transkript des Interviews (Länge rund 54 Minuten) komplett gelesen. Zitate stammen aus dessen Wortlaut, bereinigt um Füllwörter und Versprecher, ohne den Sinn zu ändern. Kürzungen sind mit „…“ markiert.
- Namen und Orte
- Die Schreibweise „Sandra Pittner“ steht im Titel des Videos. Das Dorf mit 500 Einwohnern liegt nach ihrer Angabe in der nördlichen Oberpfalz, den Ortsnamen nennt sie nicht. Den Namen der Vermittlungsfirma und des Clubhotels nennt das automatische Transkript nicht eindeutig, deshalb stehen sie hier nicht.
- Zeitmarken
- Es gibt keine offiziellen Kapitelmarken. Die Zeitmarken stammen aus dem Transkript der Aufnahme und können gegenüber dem fertigen Video um einige Sekunden abweichen.
- Podcast-Verlinkung
- Das Gespräch ist als Folge #548 des Podcasts „Business Hacks für Personal Trainer“ auf Spotify und Apple Podcasts erschienen, die Links führen direkt zur Folge.
- Zahlen
- Sandra nennt keine Umsätze oder Preise. „400“ bezieht sich auf die Teilnehmer ihrer Kurse über die Jahre, „500“ auf die Einwohner ihres Dorfs, „zwei Wochen“ auf den Einsatz in Andalusien.
- Zeitangaben
- Das genaue Aufnahmedatum steht nicht im Video. Aussagen wie „heute“ beziehen sich auf den Zeitpunkt des Gesprächs.
- Zweites Interview
- Es ist das zweite Gespräch mit Sandra. Das erste finden Sie in der Case Study „Eine Fahrstunde besteht auch keine Führerscheinprüfung“.
- Grenze der Aussage
- Ein Einzelfall. Alle Aussagen sind Sandras eigene Angaben und Eindrücke im Gespräch und nicht unabhängig geprüft. Diese Seite beschreibt einen persönlichen Weg und ist kein Ergebnisversprechen für andere.
Diese Case Study wurde mit redaktioneller KI-Unterstützung erstellt und von Dirk Wannmacher inhaltlich geprüft und freigegeben.
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Zweites Interview mit ihr. ## Kurzantwort Nach eigener Aussage, indem sie ihre Preise hält und sogar erhöht, Einwänden mit einem festen Ablauf begegnet, dem Kunden klar sagt, was er braucht, und sich nicht von einzelnen Interessenten abhängig macht. In einem Dorf mit 500 Einwohnern ist sie die einzige Personal Trainerin. Ihr Online-Programm läuft auch, wenn sie im Urlaub ist. Konkrete Umsätze oder Preise nennt sie im Gespräch nicht. - **Ausgangslage:** Sandra Pittner arbeitet hauptberuflich im Marketing und betreibt nebenbei Bodylates, ihr Angebot für Frauen nach Pause oder Schwangerschaft. Im ersten Gespräch mit Dirk wollte sie ihrer Familie zeigen, dass ihr Hobby mehr ist als Zeitverschwendung, und sich von dem verdienten Geld einen Pool kaufen. - **Was sie gemacht hat:** Sie hält und erhöht ihre Preise, geht mit einem festen Gesprächsablauf in den Verkauf, sagt Kundinnen klar, was sie brauchen, und hat ein Online-Programm aufgebaut, das auch ohne ihre Anwesenheit weiterläuft. - **Ergebnis:** Nach eigener Aussage steht der Pool, ihr Hobby gilt in der Familie als anerkannte Tätigkeit und ein zweiwöchiger Einsatz als Trainerin in einem Clubhotel in Andalusien hat den Familienurlaub günstig gemacht. - **Werkzeuge:** Acht Werkzeuge, die sie im Gespräch beschreibt, von der Preishaltung bis zum Wochenkalender. - **Grenze der Aussage:** Sandra nennt keine Umsätze, Preise oder Kundenzahlen aus dem Personal Training. Alles auf dieser Seite sind ihre eigenen Angaben und Eindrücke, nicht unabhängig geprüft. ## Werkzeuge 1. **Preise halten und erhöhen:** Früher war Sandra eher Low Budget und hatte „Fragezeichen im Hirn“. Heute sagt sie, der Preis sei es wert, weil das Training das Leben der Kundinnen verändert. Den Kundinnen erklärt sie, dass sie mit 80 noch selbstständig sein wollen und nicht im Pflegeheim liegen. Wirkung nach ihrer Aussage: Sie sagt, dass sie ihre Preise hält und zum Teil sogar noch weiter erhöht. Das ist für sie das Wichtigste aus dem Coaching. 2. **Über Nacht darüber schlafen lassen:** Auf „Ich muss noch mit meinem Mann sprechen“ reagiert sie je nach Mensch unterschiedlich: Entweder geht sie in eine direkte Einwandbehandlung oder sie schlägt vor, eine Nacht darüber zu schlafen und am nächsten Tag zu sprechen. Ob es eine Ausrede ist, spürt sie nach eigener Aussage per Bauchgefühl, oft kennt sie die Kundinnen über Ecken. Wirkung nach ihrer Aussage: Sie räumt ein, dass das nicht immer funktioniert, etwa bei Frauen aus der Elternzeit mit wenig Geld. 3. **Die Ja-Straße im Verkaufsgespräch:** Sandra wiederholt nicht Leistungspunkte, sondern das Ergebnis, das die Kundin erreichen will. Sie greift deren eigene Ziele auf („du willst doch keine Rückenschmerzen mehr haben“) und baut so eine Kette von Jas. Dabei hört sie viel zu und schreibt in einem dicken Notizbuch mit. Wirkung nach ihrer Aussage: Am Ende, sagt sie, sagt die Kundin auch zum Kauf Ja. 4. **Klare Ansage statt Preistabelle:** Sie lässt die Kundin nicht zwischen Paketen wählen. Ihr Vergleich: Der Arzt fragt auch nicht, ob man lieber Medikament A oder B hätte. Personal Training bietet sie mindestens drei Monate an, manchmal sechs, „wie bei der Fahrschule“. Wirkung nach ihrer Aussage: Sie sagt, Menschen brauchen Leitplanken und jemanden, der sie führt. 5. **Nicht abhängig vom einzelnen Kunden:** Wenn jemand sagt, es sei nichts für ihn, nimmt sie es nicht mehr persönlich. Ihre innere Haltung: Sie braucht den einzelnen Interessenten nicht unbedingt und hätte auch andere Anwärterinnen. Eine Kundin, die schlecht über ihre eigenen Kunden sprach, hat sie sogar gekündigt, weil das nicht zu ihren Werten passte. Wirkung nach ihrer Aussage: Die Haltung kommt nach ihren Worten aus dem Coaching, das ihr Selbstbewusstsein gegeben hat. 6. **Kurse als Kundenquelle:** Sandra gibt seit Jahren Pilates- und HIIT-Kurse und hat dort rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer betreut. Aus den Kursen entscheiden sich einzelne für Personal Training, dazu kommt Mund-zu-Mund-Propaganda. Social Media macht sie vor allem für die lokale Basis. Wirkung nach ihrer Aussage: So kommen Kundinnen zu ihr, ohne dass sie weltweit sichtbar sein muss. 7. **Austausch im Trainerinnen-Netzwerk:** Sie ist mit anderen Trainerinnen vernetzt, die dieselbe Zielgruppe bedienen. Fragen zu Steuern oder zu Kundinnen mit Beckenbodenproblemen stellt sie in die Gruppe und bekommt Antworten. Dazu gibt es regelmäßig ein gemeinsames Weiterbildungswochenende. Wirkung nach ihrer Aussage: Konkurrenzdenken gibt es nach ihrer Aussage in der Gruppe nicht, man feiert die Erfolge der anderen. 8. **Alles einplanen:** Sandra takt alles ein, auch Wäsche und Blumengießen, und nutzt kurze Leerlaufzeiten. Unangenehme Aufgaben trägt sie in den Kalender ein, dann erledigt sie sie. Ihr Prinzip: 80 Prozent Perfektionismus, 20 Prozent Spaß. Wirkung nach ihrer Aussage: Ihr Schlaf ist ihr heilig, und die Struktur hilft ihr nach eigener Aussage, sich nicht gehetzt zu fühlen. ## Verlauf - **Das erste Gespräch:** Sandra will ihrer Familie zeigen, dass ihr Hobby mehr ist als ein Hobby, und sich von dem Geld einen Pool kaufen. Dirk erinnert zu Beginn an dieses Ziel. - **Preise und Verkauf:** Sie lernt im Coaching, dass ihr Angebot seinen Preis wert ist, und bekommt einen Leitfaden für das Verkaufsgespräch. - **Das Online-Programm:** Sie baut ein Online-Programm für Frauen auf, die nach einer Sportpause oder Schwangerschaft wieder einsteigen und dranbleiben wollen. - **Der Pool:** Der Pool steht. Ihre Familie freut sich mit. Ein neues Auto ist nach ihrer Aussage noch nicht in Sicht. - **Der Urlaub:** Über eine Firma, die Trainer an Hotels vermittelt, arbeitet sie zwei Wochen in einem Clubhotel in Andalusien. Die Familie reist günstig mit. - **Heute:** Sie bleibt nebenberuflich, weil ihr Hauptjob ihr Spaß macht, und sieht sich selbst als Vollgasfrau, die einen Schritt in die Vollzeit nur mit ganzem Einsatz gehen würde. - **Ausblick:** Als nächstes Ziel nennt sie einen Aufbaukurs mit Muskelaufbau und mehr Kooperationen mit Physiotherapeuten und Ärzten. Ob sie nächstes Jahr in die Selbstständigkeit springt, lässt sie offen. ## Im O-Ton - "Mittlerweile ist mein ursprüngliches Hobby sehr anerkannt als Job. Ich mache es immer noch nebenberuflich." (Über ihr Hobby, das heute anerkannt ist, 01:21, https://youtu.be/drFrJLTgdSo?t=81) - "Ja, das ist es wert, weil es ja lebensverändernd ist für die Kunden." (Über den Wert ihres Angebots, 07:22, https://youtu.be/drFrJLTgdSo?t=442) - "Ich bin nicht abhängig von dir. Ich brauche dich nicht unbedingt, lieber Kunde." (Über ihre neue innere Haltung im Verkauf, 10:54, https://youtu.be/drFrJLTgdSo?t=654) - "Es gibt Leute, die das zahlen. Es kommt immer auf den Leidensdruck an." (Über Personal Training auf dem Land, 18:03, https://youtu.be/drFrJLTgdSo?t=1083) - "Was kannst du denn verlieren? Nichts. Es kann doch besser werden als jetzt." (Ihre Antwort an alle, die wegen der Wirtschaftslage zögern, 24:24, https://youtu.be/drFrJLTgdSo?t=1464) - "Wenn du selbstbewusst reingehst und sagst, du brauchst das, Punkt, … die wollen ja jemanden, der sie führt." (Über Führung im Verkaufsgespräch, 35:26, https://youtu.be/drFrJLTgdSo?t=2126) - "Das A und O ist einfach, dass ich meine Preise halte und teilweise sogar noch weiter erhöhe." (Über das Wichtigste aus dem Coaching, 51:56, https://youtu.be/drFrJLTgdSo?t=3116) ## Kapitel - 00:00 Begrüßung und Rückblick auf das erste Gespräch - 01:21 Der Pool und das anerkannte Hobby - 01:54 Cluburlaub in Andalusien als Trainerin - 03:07 Das Online-Programm für Wiedereinsteigerinnen - 04:07 Warum Sandra nebenberuflich bleibt - 07:22 Preise und Wert von Personal Training - 09:07 Der Einwand „zu teuer“ und „darüber schlafen“ - 10:41 Glaubenssätze: „Ich bin nicht abhängig von dir“ - 13:31 Wohin sich das Business entwickelt - 14:28 Verkaufsgespräch, Ja-Straße und Zuhören - 17:10 Personal Training im Dorf mit 500 Einwohnern - 19:25 Hilfe für alle: Ratenzahlung statt Rabatt - 20:15 Umfeld, Neid und Gegenwind - 24:00 Unsichere Wirtschaftslage: „Was kannst du verlieren?“ - 26:30 Bodylates: Was Sandra mit ihren Kundinnen macht - 28:00 Kundengewinnung über Kurse und Mundpropaganda - 30:07 Eine Kundin gekündigt: Werte und Red Flags - 33:21 Pakete und Laufzeiten: mindestens drei Monate - 34:31 Klare Ansage statt Preistabelle - 35:49 Nische und Zielgruppe - 38:10 Das Netzwerk aus Trainerinnen - 40:47 Sichtbarkeit und Hate-Kommentare - 44:05 Struktur, Kalender und das 80/20-Prinzip - 50:00 Tipps für alle, die selbstständig werden wollen - 51:36 Was aus dem Coaching geblieben ist - 53:09 Verabschiedung ## Haeufige Fragen **Wie hat Sandra Pittner im 500-Seelen-Dorf Kundinnen gefunden?** Über Kurse und Mundpropaganda. Sandra gibt seit Jahren Pilates- und HIIT-Kurse und hat dort rund 400 Teilnehmer betreut. Daraus entscheiden sich einzelne für Personal Training, dazu kommen Empfehlungen und lokale Social-Media-Beiträge. Hilfreich ist ihre Alleinstellung: Sie sagt, sie sei die einzige Personal Trainerin im Ort. **Kann man als Personal Trainerin auf dem Land hohe Preise verlangen?** Sandra sagt ja. Sie hatte den Glaubenssatz früher selbst, er hat sich für sie aber nicht bewahrheitet. In ihrer Region gebe es viele Menschen mit Schmerzen und mit Geld. Entscheidend sei der Leidensdruck: Die Leute kaufen aus Freude oder aus Schmerz. **Wie geht Sandra mit dem Einwand „zu teuer“ um?** Je nach Person unterschiedlich. Entweder geht sie in die Einwandbehandlung oder sie schlägt vor, eine Nacht darüber zu schlafen und am nächsten Tag zu sprechen. Für Frauen mit wenig Geld bietet sie an, die Kosten über sechs Monate zu zahlen. **Warum bleibt Sandra nebenberuflich?** Ihr Hauptjob im Marketing macht ihr Spaß, sie hat tolle Kollegen und sieht ihn wie ein „schönes Kissen“. Außerdem fürchtet sie, dass ihre Passion leidet, wenn sie das Training zum Haupterwerb macht. Ob sie nächstes Jahr doch springt, lässt sie offen. **Wie lange arbeitet Sandra mit ihren Kundinnen?** Mindestens drei Monate, manchmal sechs. Sie vergleicht das mit der Fahrschule: Mit einer Stunde besteht man keine Führerscheinprüfung. Ihr Online-Programm dauert ebenfalls drei Monate. **Was macht Sandras Online-Programm?** Es richtet sich an Frauen, die nach einer Sportpause oder Schwangerschaft wieder in Bewegung kommen wollen und bisher nicht drangeblieben sind. Sandra sagt, das System sorge dafür, dass die Frauen dranbleiben, ohne dass sie ihre Zeit eins zu eins einsetzen muss. **Welche Zahlen nennt Sandra im Interview?** Wenige. Sie nennt 500 Einwohner ihres Dorfs, rund 400 betreute Kursteilnehmer, zwei Wochen Einsatz in Andalusien und Kundinnen im Alter von etwa 35 bis 55. Umsätze, Preise oder Kundenzahlen im Personal Training nennt sie nicht. **Welchen Rat gibt Sandra Einsteigern?** Sich jemanden suchen, der einen an die Hand nimmt, sich nicht von Kritikern bremsen lassen und einfach anfangen. Ihre Worte: Du kannst nichts verlieren. **Wie bleibt Sandra bei Gegenwind aus dem Umfeld gelassen?** Sie nimmt den Gegenwind nicht zu ernst, schreibt ihre Ziele auf und setzt sich Scheuklappen auf. Außerdem umgibt sie sich mit Menschen, die selbst etwas aufbauen, zum Beispiel ihrer Trainerinnen-Gruppe. **Was hat Sandra aus dem Coaching mitgenommen?** Vor allem, ihre Preise zu halten und zu erhöhen, und einen Leitfaden für das Verkaufsgespräch. Sie hatte im Marketing-Job Berührung mit Vertrieb, aber keine Verkaufserfahrung. ## Quellen und Einordnung - Quelle: YouTube-Interview https://youtu.be/drFrJLTgdSo (rund 54 Minuten), vollstaendiges Transkript gelesen. Zeitmarken stammen aus dem Transkript der Aufnahme und koennen um einige Sekunden abweichen. - Sandra nennt im Gespraech keine Umsaetze, Preise oder Kundenzahlen im Personal Training. Alle Aussagen sind ihre eigenen Angaben, nicht unabhaengig geprueft. - Das Gespraech ist als Folge #548 des Podcasts "Business Hacks fuer Personal Trainer" auf Spotify und Apple Podcasts verlinkt. - Zweites Interview mit Sandra Pittner, das erste: https://www.dirkwannmacher.de/case-studies/sandra-pittner-bodylates/ - Ein Einzelfall, kein Ergebnisversprechen fuer andere. - **KI-Hinweis:** Diese Case Study wurde mit redaktioneller KI-Unterstuetzung erstellt und von Dirk Wannmacher inhaltlich geprueft und freigegeben.