Rainer König: Wenn nicht jetzt, dann nie

Diese Case Study, lesbar für Menschen.
Eine Case Study · Business Hacks für Personal Trainer

Wenn nicht jetzt, dann nie

Rainer war Gastronom, dann Hundetrainer, dann stand er plötzlich in einem leeren Raum ohne Toilette, nur mit Fußbodenheizung — und dachte: Wenn nicht jetzt, dann halt nie. Heute hat er seinen eigenen Trainingsraum, gebaut mit den eigenen Händen, barfuß, ohne Geräte, ganz nach seinem eigenen Konzept.

Vorschaubild: Interview mit Rainer König
3.
Business, das er von null aufgebaut hat
6
Personal Trainings pro Woche plus 3 Gruppenkurse
200
Flyer pro Stunde per Fahrrad verteilt
5 Jahre
zwischen erstem Kontakt und Coaching-Start
Die Kurzfassung

Die ganze Geschichte in fünf Zeilen

1. Rainer war jahrelang Gastronom mit eigener Bar, verlor dabei Beweglichkeit und bekam Rückenschmerzen — eine Physiotherapeutin riet zu Einlagen, er sagte Nein und begann, selbst zu recherchieren.

2. Aus der Recherche wurde ein zweites Business: professionelles Hundetraining und Gassi-Service in München, bewusst reduziert auf vier halbe Tage, um Zeit für die Familie zu haben.

3. Nach dem Umzug nach Geisenfeld bietet ihm ein Bekannter einen leeren Raum im dritten Stock einer Metallbauwerkstatt an — nichts drin außer Fußbodenheizung. Rainer denkt: Wenn nicht jetzt, dann nie, und baut ihn eigenhändig aus.

4. Er kontaktiert Dirk bereits 2020, meldet sich dann aber erst fünf Jahre später wirklich zur Zusammenarbeit — aus Geldsorge, Selbstzweifeln und weil er es zunächst allein versuchen wollte.

5. Ergebnis: Ein eigenes, konsequent barfuß und geräteloses Trainingskonzept, sechs Personal Trainings und drei Gruppenkurse pro Woche, dazu geplante Kinder- und Teenkurse ab Herbst. Offen bleibt: die perfekte Struktur zwischen Familie und Business hat er nach eigener Aussage noch nicht gefunden.

Wer hier spricht

Dirk Wannmacher & Rainer König

Business-Coach

Dirk Wannmacher

Deutschland

16 Jahre selbst Personal Trainer, Business in drei Großstädten von null aufgebaut. Berät seitdem hunderte Trainer:innen in Marketing, Verkauf und Businessaufbau.

Movement Coach, Akrobatiktrainer, Studioinhaber

Rainer König

Geisenfeld, Deutschland

Ehemaliger Gastronom und Hundetrainer, heute eigener Trainingsraum mit Fokus auf natürliche Bewegung, Barfußtraining und Akrobatik. Vater und Ehemann.

Der Ausgangspunkt

Vom Rücken kaputt zum eigenen Trainingsraum

Jahrelang arbeitet Rainer als Gastronom mit eigener Bar — bis spät in die Nacht, sechs bis sieben Tage die Woche. Dabei verliert er seinen Körper: unbeweglich, Rückenschmerzen. Als eine Physiotherapeutin ihm einfach nur Einlagen verschreiben will, sagt er Nein und beginnt, selbst zu recherchieren. Aus dieser Recherche wird der Einstieg in die Trainerwelt: erst als Kunde bei einem Personal Trainer, dann eigene Lizenzen, parallel baut er ein professionelles Hundetraining- und Gassi-Business in München auf — komplett über Mundpropaganda, ganz ohne Werbung.

Nach dem Tod des Schwiegervaters zieht die Familie nach Geisenfeld. Dort bietet ihm ein Bekannter mit einer Metallbauwerkstatt einen leeren Raum im dritten Stock an: keine Toilette, keine Dusche, nur der Boden und eine Fußbodenheizung. Rainers Gedanke in diesem Moment: Wenn nicht jetzt, dann halt nie. Er beginnt zu planen, zu renovieren — buchstäblich mit eigenen Händen, Wände, alles.

Direkte Antwort

Über Rückenschmerzen - jahrelange Arbeit als Gastronom bis spät in die Nacht ließ Rainers Körper unbeweglich werden. Als eine Physiotherapeutin ihm nur Einlagen verschreiben wollte, sagte er Nein und recherchierte selbst - daraus wurde der Einstieg in die Trainerwelt, später ein eigener Trainingsraum, den er buchstäblich mit eigenen Händen renovierte.

Vorher / Heute

Vorher

  • 2020 erster Kontakt zu Dirk — dann fünf Jahre Funkstille aus Geldsorge und Selbstzweifel
  • Kein einziger Kunde im neuen Trainingsraum in Geisenfeld
  • Ständige Zweifel, ob er "gut genug" und ausgebildet genug ist
  • Unklare Preisvorstellung — die Angst, zu wenig zum Leben zu verlangen
  • Familie, Nebenbusiness und Raum-Umbau parallel, kaum Kapazität für Marketing

Heute

  • Eigener, komplett selbst ausgebauter Trainingsraum, barfuß und ohne Geräte
  • Sechs Personal Trainings und drei Gruppenkurse pro Woche
  • Weiß: Man muss nicht "fertig" sein, um anderen zu helfen — nur weiter sein als sie
  • Klare Preislogik: Der Stundensatz muss den Lebensunterhalt tatsächlich decken
  • Konsistentes Marketing über Flyer, Social Media und Website, über Jahre durchgehalten
Die Entscheidung

Fünf Jahre zwischen erstem Anruf und echtem Start

Rainer kontaktiert Dirk bereits 2020 — und meldet sich dann erst fünf Jahre später wirklich zur Zusammenarbeit. Die Gründe: finanzielle Bedenken, der Gedanke "vielleicht schaffe ich es auch allein", die Zeit mit den Kindern und die eigene Weiterbildung in Movement Flow und Akrobatik seit 2017. Als es dann losgeht, ist der Effekt schnell spürbar: Schon die ersten Videos aus Dirks Kursen geben ihm eine Struktur, wo er ansetzen muss, um überhaupt sichtbar zu werden — und die Bestätigung, dass sein Kalkulierter Stundensatz tatsächlich zum Leben reicht.

Die eigentliche Bauphase des Raums verzögert vieles: Toiletten, Elektriker, ein Gewerk nach dem anderen. Trotzdem bleibt Rainer bei seinem Konzept — barfuß, ohne Geräte, ganz auf natürliche Bewegung ausgerichtet — auch als Dirk ihn direkt darauf anspricht, ob das nicht abschreckend wirken könnte. Rainers Antwort: Das ist mit Absicht so, das ist mein Konzept, das ändere ich nicht.

Was er konkret verändert hat

Sieben Werkzeuge, die er seitdem benutzt

1

Beim eigenen Konzept bleiben, auch unter Gegenwind

Barfuß, ohne Geräte, ganz individuell — Rainer ändert sein Konzept nicht, selbst als ihm gesagt wird, es könnte Kunden abschrecken.

WirkungWer für sein Konzept brennt, ist auch gut darin — und genau das spüren Kunden.
2

Preise so kalkulieren, dass man wirklich leben kann

Statt sich am üblichen Stundensatz zu orientieren, rechnet Rainer aus, was er tatsächlich verdienen muss, wenn Vor- und Nachbereitung mitgerechnet werden.

WirkungDer erste Preis-Ansatz stimmte sofort — das gab ihm die Sicherheit, dass das Modell trägt.
3

Konsistenz über die "Drei-Monate-Wand" hinaus

Rainer identifiziert den Punkt, an dem die meisten aufgeben — wenn nach drei Monaten Posten scheinbar nichts passiert — und macht bewusst einfach weiter.

WirkungVertrauen entsteht nicht durch einen Flyer, sondern durch das wiederholte Auftauchen über Monate.
4

Flyer persönlich verteilen, nicht nur einwerfen

Mit dem Fahrrad von Haustür zu Haustür, dabei jede Person direkt ansprechen und fragen, ob er einen Flyer dalassen darf — rund 200 Stück pro Stunde.

WirkungMenschen erkennen ihn wieder ("Ich kenne dich von Social Media, mein Mann ist auch bei dir") — Vertrauen wächst über mehrere Kontaktpunkte.
5

"Ich bin gut genug" aktiv gegen den Zweifel setzen

Der Gedanke "kann ich das wirklich vermitteln?" kommt bei Rainer bis heute immer wieder — er begegnet ihm mit dem Vergleich zum Fußballtrainer, der nicht Weltmeister gewesen sein muss, um eine Mannschaft zum Titel zu führen.

WirkungDer Zweifel verschwindet nicht, aber er hält Rainer nicht mehr vom Handeln ab.
6

Einfach anfangen statt der nächsten Fortbildung hinterherzulaufen

Rainer glaubt daran, dass Trainer:innen mit ihrem Wissen schon weit genug sind, um Menschen zu helfen — man muss nicht erst die nächste Zertifizierung abwarten.

WirkungAus dem ersten Erstgespräch heraus zeigt sich schnell, dass fachliches Wissen längst reicht.
7

Feste Termine mit der Ehefrau für Arbeitsgespräche

Damit Familie und Business sich nicht ständig vermischen, vereinbaren Rainer und seine Frau feste Zeiten, um ausschließlich über die Arbeit zu sprechen.

WirkungWeniger Überschneidung zwischen Feierabend und Business-Sorgen, auch wenn die perfekte Struktur noch nicht gefunden ist.
Der Verlauf

Was in den Jahren danach passierte

Vor Jahren, in München

Gastronom mit eigener Bar, Rückenschmerzen, Beginn der eigenen Recherche zu Bewegung statt Einlagen.

2017

Erster Movement-Flow-Workshop, Beginn der eigenen Akrobatik-Ausbildung.

2020

Erster Kontakt zu Dirk Wannmacher — das Gespräch verläuft zunächst im Sande.

Nach dem Umzug nach Geisenfeld

Ein Bekannter bietet den leeren Werkstatt-Raum an. Rainer beginnt eigenhändig mit Planung und Renovierung.

Fünf Jahre nach dem ersten Kontakt

Rainer meldet sich wieder bei Dirk und startet die Zusammenarbeit, während der Raum noch im Bau ist.

Nach den ersten sechs Monaten

Verlängerung der Zusammenarbeit, weil noch mehr Struktur und Antrieb gebraucht wird.

Heute

Sechs Personal Trainings und drei Gruppenkurse pro Woche, Kindertrainer-Ausbildung in Arbeit, Kinder- und Teenkurse ab Herbst geplant.

Im O-Ton

Rainer, in seinen eigenen Worten

Na ja, okay. Und dann habe ich mir gedacht: Na okay, wenn nicht jetzt, dann halt nie. Und dann habe ich angefangen, das zu planen, angefangen zu renovieren.
Über den Moment, als er den leeren Werkstatt-Raum zum ersten Mal sah~03:40
Wenn ich hal ähm irgendwie 60, 70, 80 Euro verlange für eine Personal-Trainer-Stunde und da geht dann mindestens die Hälfte schon weg für Ausgaben, dann funktioniert das irgendwie nicht. Da muss ich 8 Stunden am Tag Training geben und noch mal 4 Stunden Vorbereitung, Nachbereitung machen. Wo bleibt dann meine Familie?
Über seine Preiskalkulation und warum sie realistisch sein muss~28:08
Kann ich Spagattraining vermitteln, wenn ich ihn selber noch nicht kann? Das muss man lernen, glaube ich: zu sagen, ich bin gut genug.
Über seinen wiederkehrenden Selbstzweifel als Trainer~35:50
Man braucht nicht noch eine Fortbildung, um anfangen zu können. Fang einfach an, und wenn man dann merkt, man hat noch Lust, dann kann man das ja weitermachen.
Seine Philosophie gegen das ewige Warten auf die nächste Qualifikation~39:50
Immer wenn mir ein Mensch begegnet, dann spreche ich den an und frage, ob ich ihm einen Flyer geben darf. Ich glaube, das ist so wichtig, dass man einfach grüßt, ja, Hallo sagt: Servus, da bin ich. Ich bin ein ganz normaler Typ.
Über sein Marketing per Fahrrad, direkt von Haustür zu Haustür~48:45
Fang einfach an. Glaub an dich. Mach dein Ding. Hör auf, alles zu zerdenken.
Sein Rat an den Rainer von 2020~54:05
Kapitel der Folge

Wo im Gespräch welches Thema liegt

00:00Intro & vom Gastronom zum Hundetrainer
02:55Umzug nach Geisenfeld & der leere Raum
03:402020 kontaktiert, fünf Jahre gewartet
07:00Eigenhändiger Ausbau & die Idee für Kinderkurse
16:25Barfuß, ohne Geräte: sein eigenes Konzept
27:35Money Mindset & realistische Preise
35:00Der wiederkehrende Zweifel: bin ich gut genug?
44:30Vertrauensaufbau: Flyer per Fahrrad & Social Media
50:00Familie und Business unter einem Dach
53:50Rat an sein 2020er-Ich & Schlusswort
Was daraus wurde

Mehr als ein besseres Geschäftsmodell

Ein Konzept, hinter dem er wirklich steht

Barfuß, ohne Geräte, ganz individuell — Rainer musste sich nicht verbiegen, um erfolgreich zu sein.

Ein drittes Business, das trägt

Nach Gastronomie und Hundetraining ist das Trainer-Business sein drittes selbst aufgebautes Standbein.

Die Familie als echtes Team

Seine Frau übernimmt Buchhaltung und Werbung im Minijob — eine bewusste, gemeinsam getragene Aufteilung.

Wachstum, das schon geplant ist

Kindertrainer-Ausbildung in Arbeit, Kinder- und Teenkurse ab Herbst — die nächste Ausbaustufe steht bereits fest.

Häufige Fragen

Fragen, die sich viele Personal Trainer stellen

Brauche ich noch mehr Fortbildungen, bevor ich anfangen darf?

Rainers Erfahrung: Nein. Man muss nicht "fertig" sein, um anderen zu helfen — nur weiter sein als sie. Wer sich ständig fortbildet, aber nie anfängt, hilft niemandem.

Wie finde ich einen Trainingsraum, wenn ich mir das eigentlich nicht leisten kann?

Rainers Weg war unkonventionell: ein leerer Raum, komplett in Eigenleistung ausgebaut, angeboten von jemandem aus seinem neuen Umfeld. Der entscheidende Schritt war, die Chance überhaupt zu ergreifen, nicht perfekte Startbedingungen zu haben.

Wie gehe ich mit dem Gefühl um, nicht gut genug zu sein?

Rainer hat diesen Gedanken bis heute, wehrt sich aber mit einem Vergleich: Ein Fußballtrainer muss nicht selbst Weltmeister gewesen sein, um eine Mannschaft dorthin zu führen. Wissen und Erfahrung reichen, auch wenn man selbst noch am eigenen Weg ist.

Muss ich mein Trainingskonzept an den Massengeschmack anpassen?

Rainer bewusst nicht — er trainiert konsequent barfuß und ohne Geräte, obwohl ihm gesagt wurde, das könnte Kunden abschrecken. Sein Fazit: Wer für sein Konzept brennt, ist auch gut darin, und genau das überträgt sich auf die Kunden.

Wie baue ich Vertrauen in einer kleinen Stadt auf, ohne bekannt zu sein?

Über Konsistenz, nicht über eine einzelne Aktion: regelmäßige Social-Media-Posts, persönlich verteilte Flyer, ein fester Trainingsraum. Der Punkt, an dem viele aufgeben, ist laut Rainer nach etwa drei Monaten — genau da lohnt es sich, weiterzumachen.

Kommt dir das bekannt vor

Dann liest du hier gerade über dich

Du hast eine klare Idee von deinem Trainingskonzept, traust dich aber nicht, es konsequent umzusetzen. Du zweifelst regelmäßig, ob du wirklich gut genug bist, obwohl du längst mehr weißt als die meisten deiner Kunden. Und du schiebst den nächsten Schritt seit Jahren vor dir her, weil gerade nie der perfekte Zeitpunkt ist. Genau da stand Rainer fünf Jahre lang auch.

Quellen und Einordnung

Woher jede Angabe auf dieser Seite stammt

Transkript
Vollständiges Transkript des YouTube-Interviews per vidIQ gezogen und komplett gelesen; Zitate stammen aus dessen exaktem Wortlaut (nur Füllwörter geglättet).
Kapitel & Timestamps
KI-gestützte Videoanalyse (vidIQ „Video watch“), Zitate gegen das Transkript geprüft. Die mm:ss-Angaben sind KI-geschätzt, stammen nicht aus offiziellen Kapitelmarken und können um ein bis zwei Minuten abweichen.
Website
Laut Videobeschreibung: rainerkoenig-personaltrainer.de.
Zeitangaben
Der Umzug nach Geisenfeld, der Beginn der Akrobatik-Ausbildung (2017) und der erste Kontakt zu Dirk (2020) sind Rainers eigene Angaben im Gespräch. Exaktere Datierung der übrigen Ereignisse ist nicht möglich.
Grenze der Aussage
Ein Einzelfall, keine unabhängige Prüfung der genannten Zahlen und Angaben über das Gespräch hinaus. Rainer selbst betont, dass die perfekte Struktur zwischen Familie und Business noch nicht gefunden ist.

Diese Case Study wurde mit redaktioneller KI-Unterstützung erstellt und von Dirk Wannmacher inhaltlich geprüft und freigegeben.

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