Zwei verschiedene Schuhe, ein neues Selbstwertgefühl: Tobias' Weg zu Preisen, hinter denen er steht
Tobias Friedrich aus Burgweiler im Landkreis Sigmaringen macht sich neben Schichtarbeit und Familie als Personal Trainer selbständig — und lernt, seinen Preis mit voller Überzeugung zu verlangen, statt ihn sich schönzureden.
Die ganze Geschichte in fünf Zeilen
1. Tobias Friedrich aus Burgweiler machte sich vor dem Coaching bereits nebenberuflich als Personal Trainer selbständig, kam aber nicht in Fahrt: Gruppentraining sollte von selbst zu 1:1-Kunden führen, doch niemand meldete sich.
2. Er mied das Thema Kundenakquise und Marketing komplett, weil er schlicht nicht wusste, wie es funktioniert, und wollte im Coaching vor allem lernen, "richtig zu verkaufen" und sich richtig zu vermarkten.
3. Der eigentliche Durchbruch war kein Marketing-Trick, sondern eine Verschiebung im Selbstwertgefühl: die Überzeugung, seine Dienstleistung sei tatsächlich 110 statt 40-50 Euro pro Stunde wert.
4. Eine konkrete Übung — einen Tag lang zwei verschiedenfarbige Schuhe zu tragen, um die Angst vor Ablehnung zu entkoppeln — wirkt bei ihm bis heute nach.
5. Wichtige Einordnung: Tobias nennt konkrete Stundenpreise (110 €, angehoben auf 130 €) sowie qualitative Aussagen ("es läuft"), aber keine absolute Umsatz- oder Gewinnzahl pro Monat oder Jahr. Diese Seite verzichtet bewusst darauf, eine solche Zahl zu erfinden.
Dirk Wannmacher & Tobias Friedrich
Dirk Wannmacher
16 Jahre selbst Personal Trainer, Business in drei Großstädten von null aufgebaut. Berät seitdem hunderte Trainer:innen in Marketing, Verkauf und Businessaufbau.
Tobias Friedrich
Stammt aus einer klassischen Arbeiterfamilie, arbeitet in Schichten in einem Angestelltenjob und baut nebenbei, mit Familie und Kind, sein Personal-Training-Business auf.
Warten auf Kundschaft, die nie kam
Tobias hatte sich bereits im Mai des Vorjahres neben seinem Hauptjob selbständig gemacht, machte dabei aber, wie er selbst sagt, "die klassischen Fehler": Er gab Gruppentraining und dachte, daraus würden sich schon von selbst Personal-Training-Anfragen ergeben. Er wartete — "ewig lang" — doch nichts passierte.
Das eigentliche Problem war seine bewusste Vermeidung: Er wollte sich anfangs nicht mit Kundenakquise und Marketing auseinandersetzen, weil er schlicht keine Ahnung hatte, wie es funktioniert. Sein eigener Vergleich: "So wie ich einen Coach gebraucht habe, brauchen meine Kunden auch einen Coach."
Direkte Antwort
Nicht ganz zufällig - Tobias hatte Gruppentraining gegeben und dachte, daraus würden sich schon von selbst Personal-Training-Anfragen ergeben. Er wartete "ewig lang", doch nichts passierte, weil er sich bewusst nicht mit Kundenakquise und Marketing auseinandersetzte, aus schlichter Unkenntnis: "So wie ich einen Coach gebraucht habe, brauchen meine Kunden auch einen Coach."
Vorher
- Wartete passiv darauf, dass sich Gruppentrainings-Teilnehmer:innen von selbst als 1:1-Kunden melden
- Mied das Thema Kundenakquise und Marketing komplett
- Rechnete Stundenpreise durch, bei denen nach Steuern nur 40-50 € übrig blieben
- Starke Hemmschwelle, Menschen im Studio aktiv etwas zu verkaufen
Heute
- Aktiv präsent auf Instagram mit Reels, die tatsächlich Anfragen bringen
- Verlangt 110 €, ist dabei, auf 130 € pro Stunde zu erhöhen
- Gewinnt Kunden über verschiedene soziale Kreise hinweg, inklusive Empfehlungen von Geschäftsführern
- Trennt Ablehnung des Angebots von persönlicher Ablehnung, u.a. durch die Zwei-Schuhe-Übung
Der Preis, der sich richtig anfühlt
Eine Schlüsselszene aus dem Gespräch: Vor einem Verkaufsgespräch wollte Tobias 120 € pro Stunde verlangen, wich kurz vorher auf 100 € zurück — und schloss den Kunden ab. Danach zweifelte er, ob er einen Fehler gemacht hatte. Dirks Einordnung dazu: Man muss emotional hinter seinem Preis stehen. Bei einem Preis, der sich unsicher anfühlt, wirkt sich das später bei der Einwandbehandlung negativ aus.
Der finanzielle Druck war real: Mit einem Kind war klar, dass ab September das Elterngeld wegfällt und das Business bis dahin tragen muss.
Vier Werkzeuge, die er seitdem benutzt
Die Zwei-Schuhe-Übung gegen Ablehnungsangst
Einen ganzen Tag lang zwei verschiedenfarbige Schuhe tragen und einfach rumlaufen — um am eigenen Leib zu erfahren, dass sich kaum jemand wirklich dafür interessiert.
Preis nach Selbstwertgefühl statt nach Marktrecherche
Statt sich an fremden Preisangaben im Internet zu orientieren, lernte er, einen Preis zu verlangen, hinter dem er emotional voll steht.
Mehrwert statt Merkmale kommunizieren
Er lernte, Inhalte für Reels und Posts aus Kundenperspektive zu formulieren — was hat die Person davon, nicht nur was er anbietet.
WhatsApp-Status als niedrigschwelliger Erstkontakt
Durch gezielte WhatsApp-Status-Werbung gewann er seinen ersten zahlenden Kunden.
Was seit der Selbständigkeit passierte
Nebenberufliche Selbständigkeit als Personal Trainer gestartet, klassische Anfängerfehler (passives Warten auf Gruppentrainings-Kunden).
Versuch, es allein hinzubekommen, ohne Erfolg — dann Beginn des Coachings mit Dirk Wannmacher.
Erste WhatsApp-Status-Werbung, erster zahlender Kunde (ein Staatsanwalt).
Stundenpreis von unsicheren 40-50 € auf 110 € angehoben, Instagram-Präsenz mit Reels ausgebaut.
Anhebung des Preises auf 130 € in Vorbereitung, Empfehlungen aus dem Netzwerk seines ersten Kunden.
Tobias, in seinen eigenen Worten
So wie ich einen Coach gebraucht habe, brauchen meine Kunden auch einen Coach.
Ich habe durch dein Coaching gelernt, meinen Kopf so weit zu bringen, dass er sagt: 110 Euro, das bin ich mir wert.
Du verlangst den Preis, der sich für dich gut anfühlt. Du musst ja auch emotional hinter dem Preis stehen.
Es war ein mega Gefühl zu wissen: Es interessiert kein Schwein.
Mein Business läuft zwar noch nicht ganz genau da, wo ich hin möchte, aber es läuft.
Wo im Gespräch welches Thema liegt
Mehr als höhere Preise
Ein neues Selbstwertgefühl als Basis
Der zentrale Wandel war nicht eine Marketing-Taktik, sondern die innere Überzeugung, die eigene Dienstleistung sei den verlangten Preis wert.
Ein Netzwerkeffekt aus dem ersten Kunden
Ein einzelner gut vernetzter Erstkunde (Staatsanwalt) brachte Empfehlungen aus einem völlig neuen sozialen Kreis.
Eine übertragbare Übung gegen Ablehnungsangst
Die Zwei-Schuhe-Übung wirkt laut Tobias bis heute nach, obwohl sie nur einen Tag dauerte.
Ehrlicher Umgang mit einem noch laufenden Prozess
Tobias selbst sagt, er sei "noch nicht ganz da", wo er hin möchte — diese Seite übernimmt diese Einordnung unverändert.
Fragen, die sich viele angehende Personal Trainer stellen
Wie finde ich den richtigen Preis für meine Personal-Training-Leistung?
Tobias' Erfahrung: Der Preis muss sich emotional richtig anfühlen, nicht nur rechnerisch stimmen — sonst wirkt sich die eigene Unsicherheit bei der Einwandbehandlung negativ aus.
Wie überwinde ich die Angst vor Ablehnung bei der Kundenansprache?
Tobias' Ansatz: eine konkrete Konfrontationsübung (die Zwei-Schuhe-Übung), die zeigt, wie wenig andere sich tatsächlich mit einem selbst beschäftigen.
Muss ich Vollzeit als Trainer arbeiten, um erfolgreich zu sein?
Tobias' Beispiel zeigt: Auch mit Schichtarbeit, Familie und Kind lässt sich ein Personal-Training-Business nebenbei aufbauen, wenn auch mit entsprechend begrenzterer Zeit.
Wie schaffe ich es, auf Instagram tatsächlich Anfragen zu bekommen?
Tobias' Learning: Inhalte in Mehrwert statt in reinen Merkmalen kommunizieren — was hat die Zuschauerin oder der Zuschauer konkret davon.
Dann liest du hier gerade über dich
Du wartest darauf, dass sich Kundschaft von selbst meldet, senkst deinen Preis aus Unsicherheit kurz vor dem Abschluss, oder traust dich nicht, aktiv zu verkaufen, aus Angst vor Ablehnung. Genau da stand auch Tobias, bevor er lernte, hinter seinem eigenen Preis zu stehen.
Woher jede Angabe auf dieser Seite stammt
- Transkript
- Vollständiges Transkript des YouTube-Interviews per vidIQ gezogen und komplett gelesen; Zitate stammen aus dessen exaktem Wortlaut (nur Füllwörter geglättet). Der Name "Tobias Friedrich" stammt aus seiner eigenen Vorstellung im Gespräch; das automatisch generierte Transkript enthielt an mehreren Stellen Erkennungsfehler (z.B. Ortsnamen, Wortzusammenzüge), die hier bereinigt wurden.
- Kapitel & Timestamps
- Grob geschätzte Kapitelmarken direkt aus dem Transkriptverlauf, nicht aus einer separaten KI-Videoanalyse oder offiziellen Kapitelmarken. Die mm:ss-Angaben sind Näherungswerte und können abweichen.
- Podcast-Verlinkung
- Für dieses Video wurde keine passende Episode bei Apple Podcasts gefunden; die allgemeinen Show-Links werden verwendet.
- Wichtiger Hinweis zu Preis- und Umsatzangaben
- Tobias nennt konkrete Stundenpreise (110 €, im Anheben auf 130 €) sowie qualitative Aussagen über den Geschäftsverlauf ("es läuft"). Er nennt jedoch keine absolute Umsatz- oder Gewinnzahl pro Monat oder Jahr. Diese Seite verzichtet bewusst darauf, eine solche Zahl zu erfinden oder zu extrapolieren.
- Grenze der Aussage
- Ein Einzelfall, keine unabhängige Prüfung der genannten Aussagen über das Gespräch hinaus.
Diese Case Study wurde mit redaktioneller KI-Unterstützung erstellt und von Dirk Wannmacher inhaltlich geprüft und freigegeben.
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