Dzevad Alic: 85.000 Euro in anderthalb Jahren (Teil 1)

Diese Case Study, lesbar für Menschen.
Eine Case Study · Business Hacks für Personal Trainer

85.000 Euro in anderthalb Jahren: Wie Dzevad von Tür zu Tür geht (Teil 1)

Dzevad Alic lebt in einer 4.500-Einwohner-Gemeinde im Oberbergischen Kreis, weit weg von jeder Großstadt. Sein "Geheimrezept": keine Online-Werbung, sondern zwei gesunde Beine, mit denen er von Unternehmen zu Unternehmen geht — und damit in anderthalb Jahren 85.000 Euro Umsatz erzielte.

Vorschaubild: Interview mit Dzevad Alic, Teil 1
85.000 €
Gesamtumsatz über anderthalb Jahre Coaching
125-150 €/Stunde
sein Preis, verglichen mit 80-90 € bei lokaler Konkurrenz
70-80 %
seiner Arbeitszeit entfällt auf Vertrieb, nicht auf Training selbst
4.500 Einwohner
Gemeindegröße, in der dieses Ergebnis entstand
Die Kurzfassung

Die ganze Geschichte in fünf Zeilen

1. Dzevad Alic lebt in Wiehl im Oberbergischen Kreis, rund 50 km westlich von Köln, und erzielte über die gesamte Dauer seines rund anderthalbjährigen Coachings 85.000 Euro Umsatz — mit zwischenzeitlichen Monatsumsätzen von 20.000 Euro und zweimal 10.000 Euro.

2. Ein "Sommerloch" ließ ihn im August auf einen enttäuschenden Kontostand blicken — er reagierte mit mehr Einsatz ab September und erzielte im Oktober erneut 20.000 Euro, zuletzt 10.500 Euro.

3. Sein zentrales Erfolgsrezept ist denkbar einfach: keine Online-Werbung, sondern aktives, physisches Aufsuchen von Unternehmen vor Ort ("von Tür zu Tür"), um mit Entscheidungsträger:innen über betriebliche Gesundheit ins Gespräch zu kommen.

4. Er verlangt 125 bis 150 Euro pro Stunde, deutlich mehr als die lokale Konkurrenz (80-90 Euro), und begründet das mit echter, kontinuierlicher Betreuung statt anonymer Studioatmosphäre.

5. Wichtige Einordnung: Dies ist Teil 1 eines zweiteiligen Gesprächs. Teil 2 (bereits als eigene Case Study auf dieser Website veröffentlicht) behandelt spätere Gesprächsabschnitte, u.a. seine Preisphilosophie und den Wechsel aus dem Kleinunternehmerstatus.

Wer hier spricht

Dirk Wannmacher & Dzevad Alic

Business-Coach

Dirk Wannmacher

Deutschland

16 Jahre selbst Personal Trainer, Business in drei Großstädten von null aufgebaut. Berät seitdem hunderte Trainer:innen in Marketing, Verkauf und Businessaufbau.

Personal Trainer

Dzevad Alic

Wiehl, Oberbergischer Kreis

Klassischer 1:1-Personal-Trainer, arbeitet zusätzlich 20 Wochenstunden angestellt in einem Gesundheitszentrum, akquiriert Kund:innen vorwiegend durch direkten, persönlichen Kontakt vor Ort.

Der Ausgangspunkt

Zweifel an der ländlichen Region, dann das Gegenteil bewiesen

Dzevad zweifelte anfangs selbst, ob Personal Training in einer ländlichen Region überhaupt funktionieren kann. Die lokale Konkurrenz (zwei bis vier weitere Trainer:innen in der Region) verlangte maximal 80-90 Euro pro Stunde und ging davon aus, dass mehr nicht durchsetzbar sei. Dzevad setzte dagegen 125-150 Euro an — anfangs mit großen Augen bei potenziellen Kund:innen, aber letztlich erfolgreich.

Sein Weg dorthin führte nicht über Instagram oder Facebook-Werbung (die er bewusst kaum nutzt), sondern über physische Präsenz: Er geht von Unternehmen zu Unternehmen, fragt nach der für Gesundheit zuständigen Person und sucht das direkte Gespräch mit Chef:innen vor Ort.

Direkte Antwort

Nein - die lokale Konkurrenz verlangte maximal 80 bis 90 Euro pro Stunde und ging davon aus, dass mehr in einer ländlichen Region nicht durchsetzbar sei. Dzevad setzte dagegen 125 bis 150 Euro an und war damit letztlich erfolgreich, unter anderem weil er statt auf Social-Media-Werbung auf physische Präsenz setzte: von Unternehmen zu Unternehmen gehen und das direkte Gespräch mit Chef:innen suchen.

Vorher / Heute

Vorher (laut eigener Aussage, vor bzw. zu Coachingbeginn)

  • Zweifel, ob ländliche Regionen überhaupt hohe Preise zulassen
  • Keine systematische Vertriebsstrategie, kein strukturiertes Follow-up
  • Kein Konzept, um aus einem einzelnen zufriedenen Kunden weitere zu gewinnen

Heute

  • 85.000 Euro Umsatz über anderthalb Jahre, trotz eines zwischenzeitlichen Einbruchs
  • Aktives, physisches Türklopfen bei Unternehmen als Hauptakquisekanal
  • Wöchentliches, hartnäckiges Nachfassen, bis explizit "Nein" gesagt wird
  • Erkennt den Wert eines begeisterten "Fans", der neue Kund:innen wie ein Lauffeuer bringt
Die Entscheidung

Ein Sommerloch als Weckruf

Nach starken Monaten zu Jahresbeginn (u.a. 20.000 Euro, zweimal 10.000 Euro) geriet Dzevad im Sommer ins Straucheln: zu viele Dinge gleichzeitig, "vor lauter Wald die Bäume nicht mehr gesehen", das Geschäft einfach laufen lassen. Erst im August, beim Blick auf den Kontostand, wurde ihm die Konsequenz bewusst — verbunden mit Frustration, aber auch mit neuem Antrieb.

Ab September gab er noch einmal richtig Gas und erzielte im Oktober erneut 20.000 Euro Umsatz. Diese Episode zeigt exemplarisch, dass auch ein bereits erfolgreiches Geschäftsmodell zwischenzeitlich einbrechen kann — und dass der Weg zurück über bewusst erhöhten Einsatz führt, nicht über Selbstzweifel am System.

Was er konkret macht

Vier Prinzipien, die seinen Umsatz tragen

1

Physische Präsenz statt Online-Werbung

Von Unternehmen zu Unternehmen gehen, direkt nach der für Gesundheit zuständigen Person fragen, statt auf Instagram- oder Facebook-Anzeigen zu setzen.

WirkungDer Großteil seines Umsatzes entstand auf diesem Weg, ganz ohne Werbebudget.
2

Hartnäckiges, aber respektvolles Nachfassen

Jede Woche erneut nachfassen und ankündigen, wieder anzurufen, solange kein explizites "Nein" kommt.

WirkungAus anfänglicher Zurückhaltung entwickeln sich über Zeit echte Abschlüsse.
3

Auf begeisterte "Fans" statt bloße Kund:innen setzen

Erkannt, dass ein einzelner, wirklich begeisterter Kunde (z.B. aus einer Firmenfitness-Kooperation) wie ein Lauffeuer weitere Kund:innen bringen kann.

WirkungAus einem Firmenfitness-Kontakt entstanden Abschlüsse mit dem Chef und dessen Mitarbeiterin.
4

Vertrieb als Zahlenspiel verstehen

Bewusst viel oben in den Akquise-Trichter geben, im Wissen, dass nur ein Teil zu Abschlüssen wird — Rückschläge werden abgeschüttelt, nicht persönlich genommen.

WirkungKein Preisverfall aus Frustration über einzelne Absagen.
Im O-Ton

Dzevad, in seinen eigenen Worten

Mit dem kompletten Coaching, das ja anderthalb Jahre ging, habe ich jetzt, Stand jetzt, 85.000 Euro gemacht.
Über seinen kumulierten Umsatz während der Coaching-Zeit~01:30
Mein Geheimrezept ist eigentlich: Ich habe zwei gesunde Beine. Wetterbedingt ziehe ich mich an, und dann geht's raus, von Unternehmen zu Unternehmen, von Geschäft zu Geschäft.
Über seine wichtigste Akquisestrategie~06:00
Solange die nicht Nein sagen, ist es für mich immer noch ein Impuls nötig.
Über sein hartnäckiges, wöchentliches Nachfassen~08:00
Du brauchst echt einen Fan, einen, der so überzeugt von deiner Arbeit ist, dass er dir Empfehlungen bringt.
Über den Wert begeisterter Kund:innen für Empfehlungen~09:30
Im Vertrieb ist es immer ein Gesetz der großen Zahlen: Ich streue oben viel in den Trichter, unten kommt immer ein bisschen was raus.
Über seinen Umgang mit Rückschlägen bei der Akquise~11:00
Kapitel der Folge

Wo im Gespräch welches Thema liegt

00:00Intro: 85.000 Euro über anderthalb Jahre Coaching
03:00Warum "ländliche Region" keine Ausrede ist
06:00Das Geheimrezept: von Tür zu Tür gehen
08:00Hartnäckiges Nachfassen bei Rückschlägen
09:30Der Wert eines begeisterten "Fans"
18:0070-80% Vertrieb: wie sich sein Arbeitstag zusammensetzt
22:00Rückblick: vom sorglosen Leben zur Krebsdiagnose als Wendepunkt
Was daraus wurde

Mehr als ein einzelner Rekordmonat

Ein konkreter Beleg gegen den "nur in der Großstadt"-Mythos

85.000 Euro in anderthalb Jahren, erzielt in einer 4.500-Einwohner-Gemeinde, ganz ohne nennenswerte Online-Präsenz.

Ein System, das auch einen Einbruch überstand

Das Sommerloch zeigt, dass Erfolg nicht linear verläuft — und dass der Weg zurück über mehr Einsatz führt, nicht über Zweifel am Konzept.

Vertrieb als lernbares Handwerk statt Zufall

Die Einsicht, 70-80% der eigenen Zeit für Akquise einzuplanen, macht Erfolg systematisch statt glücksabhängig.

Ehrlicher Umgang mit dem zweiteiligen Format

Diese Seite verweist klar auf Teil 2 desselben Gesprächs, der weitere Aspekte (Preisphilosophie, Kleinunternehmerstatus) vertieft.

Häufige Fragen

Fragen, die sich viele angehende Personal Trainer stellen

Kann ich als Personal Trainer in einer ländlichen Region wirklich hohe Umsätze erzielen?

Dzevads Beispiel zeigt: Ja, 85.000 Euro in anderthalb Jahren in einer 4.500-Einwohner-Gemeinde sind ein konkreter Gegenbeweis zur "nur in der Großstadt"-Annahme.

Brauche ich zwingend eine starke Social-Media-Präsenz für erfolgreiche Kundenakquise?

Dzevads Erfahrung: Nein — physische, persönliche Ansprache vor Ort kann eine ebenso wirksame, wenn nicht wirksamere Alternative sein.

Wie gehe ich mit einem zwischenzeitlichen Umsatzeinbruch um?

Dzevads Beispiel: den Rückschlag anerkennen, aber mit erhöhtem Einsatz reagieren, statt am gesamten Geschäftsmodell zu zweifeln.

Wie wichtig ist Empfehlungsmarketing für Personal Trainer?

Dzevads Erkenntnis: Ein einzelner, wirklich begeisterter Kunde kann durch Empfehlungen einen regelrechten Lauffeuer-Effekt auslösen.

Kommt dir das bekannt vor

Dann liest du hier gerade über dich

Du lebst in einer kleinen Stadt oder Gemeinde und denkst, hohe Umsätze als Personal Trainer seien nur in Großstädten möglich — oder ein einzelner schwacher Monat lässt dich am ganzen Konzept zweifeln. Genau da hätte auch Dzevad stehen können, bevor er sein "Geheimrezept" fand: einfach von Tür zu Tür gehen.

Quellen und Einordnung

Woher jede Angabe auf dieser Seite stammt

Transkript
Vollständiges Transkript des YouTube-Interviews per vidIQ gezogen und komplett gelesen; Zitate stammen aus dessen exaktem Wortlaut (nur Füllwörter geglättet). Der Name "Dzevad Alic" stammt aus dem Videotitel und der Videobeschreibung; das automatisch generierte Transkript verschriftet seinen Namen durchgehend phonetisch als "Jeffer" bzw. "jeffer".
Zweiteiliges Format
Dieses Video ist ausdrücklich als "Teil 1" eines zweiteiligen Gesprächs betitelt, eine Woche vor Teil 2 veröffentlicht (2023-01-25 bzw. 2023-02-01). Teil 2 ("Schon wieder 20.000 Euro Monatsumsatz, ein Kundeninterview Dzevad Alic Interview Teil 2") ist bereits als eigene, mit dieser Seite verknüpfte Case Study auf dieser Website veröffentlicht und behandelt spätere Gesprächsabschnitte (Preisphilosophie, Wechsel aus dem Kleinunternehmerstatus).
Kapitel & Timestamps
Grob geschätzte Kapitelmarken direkt aus dem Transkriptverlauf, nicht aus einer separaten KI-Videoanalyse oder offiziellen Kapitelmarken. Die mm:ss-Angaben sind Näherungswerte und können abweichen.
Podcast-Verlinkung
Für dieses Video wurde keine passende Episode bei Apple Podcasts gefunden; die allgemeinen Show-Links werden verwendet.
Grenze der Aussage
Ein Einzelfall, keine unabhängige Prüfung der genannten Aussagen über das Gespräch hinaus. Die genannte Krebsdiagnose und die daraus resultierende Lebensveränderung werden als Dzevads eigene Schilderung wiedergegeben, ohne unabhängige Bestätigung.

Diese Case Study wurde mit redaktioneller KI-Unterstützung erstellt und von Dirk Wannmacher inhaltlich geprüft und freigegeben.

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