Absicherung für Personal Trainer
BU und Krankenversicherung: Zwei teure Denkfehler.
Inhaltsverzeichnis
Folge – Krankenversicherung, BU, Altersvorsorge – Das kostet dich wirklich
Einleitung
Berufsunfähigkeit und Krankenversicherung gehören zu den Themen, über die am meisten Halbwissen kursiert. In dieser Folge räumt Versicherungsexperte Heiko Burry mit zwei besonders teuren Denkfehlern auf, die er in seiner täglichen Beratungspraxis mit Personal Trainern immer wieder erlebt.
Die anonyme Voranfrage: Nie direkt unterschreiben
Heikos wichtigster Rat vor jedem Vertragsabschluss: nie direkt einen Antrag unterschreiben, sondern zunächst eine anonyme Voranfrage bei mehreren Versicherern stellen. Der Grund: Jeder Versicherer bewertet Vorerkrankungen, Hobbys oder auch bestimmte Tätigkeitsdetails unterschiedlich – der eine verlangt vielleicht einen Risikozuschlag von 10 Prozent, der andere schließt einen bestimmten Körperbereich komplett aus. Wird stattdessen direkt ein konkreter Antrag gestellt und abgelehnt, landet diese Ablehnung in einer Datenbank, auf die andere Versicherer Zugriff haben – ein Umstand, den Heiko als „Supergau“ bezeichnet, weil er künftige Abschlüsse erheblich erschwert. Besonders wichtig ist außerdem die wahrheitsgemäße Beantwortung aller Gesundheitsfragen: Wird im Leistungsfall eine vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung festgestellt, kann der Versicherer die Zahlung komplett verweigern.
Aus der Folge
„Zehn verschiedene Personal Trainer können völlig unterschiedliche Versicherungsprodukte brauchen – je nachdem, was genau ihre Tätigkeit umfasst.“
Grundfähigkeitsabsicherung: Die unterschätzte Alternative zur BU
Neben der klassischen Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) stellt Heiko ein weniger bekanntes Produkt vor: die Grundfähigkeitsabsicherung. Während die BU erst zahlt, wenn der konkrete Beruf mindestens sechs Monate nicht mehr ausgeübt werden kann, sichert die Grundfähigkeitsabsicherung klar definierte körperliche Fähigkeiten ab – etwa Heben, Greifen, Laufen oder Stehen. Sein plastisches Beispiel: Fällt bei einem Rechtshänder die linke Hand teilweise aus, könnte er sein Handy oder Tablet zur Kundenbetreuung eventuell weiterhin bedienen – die BU würde in diesem Fall möglicherweise gar nicht zahlen, weil der Beruf im Kern noch ausübbar ist, während die Grundfähigkeitsabsicherung unabhängig davon leistet, solange die konkrete Fähigkeit eingeschränkt bleibt. Für klassische Personal Trainer hält Heiko diesen Schutz oft für besonders passend.
Der Mythos vom rechtzeitigen Zurückwechseln
Ein verbreitetes „Märchen“, wie Heiko es nennt: Wer privat krankenversichert ist, solle vor einem bestimmten Alter noch einmal in die gesetzliche Versicherung zurückwechseln, weil die private sonst zu teuer werde. Sein Gegenargument: Wer über Jahre privat eingezahlt hat, baut dabei Alterungsrückstellungen auf, die bei einem Wechsel zurück in die gesetzliche Versicherung ersatzlos verfallen – ohne dass man je davon profitiert. Zudem liegt der gesetzliche Höchstbeitrag bereits heute bei rund 1.000 Euro monatlich für gut verdienende Selbstständige, was den vermeintlichen Kostenvorteil der gesetzlichen Kasse im Alter relativiert. Sein konkreter Strukturtipp: Einen Teil der Ersparnis gegenüber der gesetzlichen Kasse gezielt in eine steuerlich absetzbare Altersvorsorge umleiten, die später die private Krankenversicherung im Ruhestand mitfinanziert – inklusive der Beitragsrückerstattung, die viele privat Versicherte bei Nichtinanspruchnahme von Leistungen jährlich erhalten, aber oft nicht aktiv abrufen.
Fazit: Drei Dinge aus dieser Folge
- Stelle vor jedem Versicherungsabschluss eine anonyme Voranfrage bei mehreren Anbietern, statt direkt einen Antrag zu unterschreiben.
- Die Grundfähigkeitsabsicherung deckt oft Lücken ab, die eine klassische BU offenlässt – besonders für Personal Trainer relevant.
- Ein Rückwechsel von privater in gesetzliche Krankenversicherung lässt aufgebaute Rückstellungen verfallen und lohnt sich selten.
Ist deine Berufsunfähigkeits- und Krankenversicherung wirklich passend?
Sichere dir ein kostenloses Erstgespräch – wir schauen gemeinsam auf dein Business und deine nächsten Schritte.
Häufige Fragen
Warum sollte ich nie direkt einen Versicherungsantrag unterschreiben?
Eine Ablehnung landet in einer Datenbank, auf die andere Versicherer Zugriff haben – eine anonyme Voranfrage vermeidet dieses Risiko.
Was unterscheidet die Grundfähigkeitsabsicherung von einer BU?
Sie sichert konkrete körperliche Fähigkeiten wie Greifen oder Heben ab, unabhängig davon, ob der Beruf im Kern noch ausübbar ist.
Lohnt sich ein Rückwechsel in die gesetzliche Krankenversicherung im Alter?
Meist nicht – aufgebaute Alterungsrückstellungen verfallen dabei ersatzlos.
Diese Erkenntnisse stammen aus Dirk Wannmachers Podcast-Folge „Krankenversicherung, BU, Altersvorsorge – Das kostet dich wirklich“ mit Gast Heiko Burry, basierend auf Dirks täglicher Arbeit mit Personal Trainern. Diese frühe Folge liegt vor dem aktuellen Podcast-Feed – die Links führen daher zur allgemeinen Podcast-Show. Diese Inhalte ersetzen keine individuelle Versicherungsberatung.
Ganze Folge ansehen: YouTube · Spotify (Show) · Apple Podcasts (Show)
Dieser Artikel wurde mit redaktioneller KI-Unterstützung erstellt und von Dirk Wannmacher inhaltlich geprüft und freigegeben.
Weitere interessante Artikel



