Absicherung für Personal Trainer
GmbH oder Einzelunternehmen: Was für Personal Trainer wirklich stimmt.
Inhaltsverzeichnis
Folge – Unternehmensform für Trainer: Welche Option ist die beste für dich?
Einleitung
„Ab einem bestimmten Umsatz muss man doch eine GmbH gründen“ – diesen Satz hat Dirk Wannmacher selbst früher geglaubt. In dieser Folge klärt Steuerberater Jens Ehlers auf, warum diese verbreitete Annahme für die meisten Personal Trainer schlicht nicht stimmt.
Der Irrtum: „30 Prozent Steuersatz klingt doch super“
Jens Ehlers kennt den Gedanken aus unzähligen Beratungsgesprächen: Die GmbH hat einen Steuersatz von rund 30 Prozent auf ihre Gewinne – das klingt zunächst nach einer klaren Ersparnis gegenüber dem oft höheren persönlichen Steuersatz. Der Denkfehler dabei: Eine GmbH-Gründung sollte laut Ehlers immer außersteuerliche Gründe haben, weil mit ihr laufende Kosten verbunden sind – Gründungskosten, jährliche Jahresabschlüsse, formelle Pflichten. Und der entscheidende Punkt: Wer sein Geld irgendwann auf dem privaten Konto haben möchte, zahlt beim Herausholen aus der GmbH noch einmal Steuern – in der Gesamtbetrachtung ist die GmbH für die meisten Trainer am Ende teurer als ein einfaches Einzelunternehmen.
Aus der Folge
„Beim Einzelunternehmen braucht man nur seine EC-Karte, geht an den Automaten und holt sich sein Geld. Bei der GmbH ist das deutlich komplizierter.“
Das Rechenbeispiel: 100.000 Euro Gewinn im Vergleich
Ehlers macht den Unterschied an einem konkreten Beispiel deutlich: Ein Einzelunternehmer mit 100.000 Euro Gewinn vor Steuern zahlt bei einem angenommenen Durchschnittssteuersatz von 35 Prozent Einkommensteuer – übrig bleiben 65.000 Euro, die direkt auf dem eigenen Konto landen. Bei einer GmbH mit demselben Gewinn ist das Geld dagegen zunächst in der Firma gebunden. Um es privat nutzen zu können, braucht es entweder ein Gehalt über einen Anstellungsvertrag – versteuert mit demselben persönlichen Steuersatz wie beim Einzelunternehmen – oder die Gewinne bleiben als sogenannte thesaurierte Gewinne in der GmbH stehen, wo sie zwar niedriger besteuert werden, aber eben auch nicht ausgezahlt werden können, ohne erneut Steuern auszulösen. Ehlers‘ eigene Erfahrung: In seiner gesamten Mandantschaft aus Personal Trainern hat bisher noch keiner die 100.000-Euro-Gewinnschwelle als Solo-Selbstständiger überschritten, ab der eine GmbH überhaupt in Betracht gezogen werden sollte.
Wann sich eine GmbH tatsächlich lohnt
Eine GmbH ergibt laut Ehlers vor allem dann Sinn, wenn sich mehrere Personen mit unterschiedlichem Kapitaleinsatz zusammenschließen oder wenn eine Haftungsbeschränkung wichtig wird – etwa beim Verkauf eigener Produkte. Für zwei Trainer, die einfach nur zusammenarbeiten wollen, empfiehlt er meist die einfachere GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts), verbunden mit einem sauber ausgehandelten Gesellschaftsvertrag, der regelt, wer was verdient, was bei Krankheit passiert und wie eine Trennung abläuft. Auch wenn Mitarbeiter eingestellt werden oder eigene Immobilien ins Business einfließen, kann sich die Einschätzung ändern – das bleibt aber laut Ehlers immer eine Einzelfallentscheidung, abhängig von persönlicher Risikobereitschaft, privater Kostenstruktur und den eigenen langfristigen Plänen.
Fazit: Drei Dinge aus dieser Folge
- Ein niedrigerer GmbH-Steuersatz ist kein automatischer Vorteil – wer sein Geld privat nutzen will, zahlt beim Herausholen erneut Steuern.
- Für die meisten Solo-Personal-Trainer ist das flexible, günstigere Einzelunternehmen die bessere Wahl.
- Eine GmbH lohnt sich vor allem bei mehreren Gesellschaftern, Haftungsfragen oder wenn Gewinne langfristig in der Firma investiert bleiben sollen.
Ist deine Unternehmensform wirklich die richtige für dich?
Sichere dir ein kostenloses Erstgespräch – wir schauen gemeinsam auf dein Business und deine nächsten Schritte.
Häufige Fragen
Spart eine GmbH als Personal Trainer wirklich Steuern?
Meist nicht in der Gesamtbetrachtung – wer sein Geld privat nutzen will, zahlt beim Herausholen aus der GmbH noch einmal Steuern.
Ab welchem Gewinn lohnt sich eine GmbH?
Ehlers nennt 100.000 Euro Jahresgewinn als grobe Untergrenze – und selbst dann nur, wenn das Geld langfristig in der Firma bleiben soll.
Was ist die Alternative, wenn sich zwei Trainer zusammenschließen?
Meist die einfachere GbR, kombiniert mit einem sauber ausgehandelten Gesellschaftsvertrag.
Diese Erkenntnisse stammen aus Dirk Wannmachers Podcast-Folge „Unternehmensform für Trainer: Welche Option ist die beste für dich?“ mit Gast Jens Ehlers, basierend auf Dirks täglicher Arbeit mit Personal Trainern. Diese frühe Folge liegt vor dem aktuellen Podcast-Feed – die Links führen daher zur allgemeinen Podcast-Show. Diese Inhalte ersetzen keine individuelle Steuerberatung.
Ganze Folge ansehen: YouTube · Spotify (Show) · Apple Podcasts (Show)
Dieser Artikel wurde mit redaktioneller KI-Unterstützung erstellt und von Dirk Wannmacher inhaltlich geprüft und freigegeben.
Weitere interessante Artikel



