Altersvorsorge für Personal Trainer: ETF-Depot oder Altersvorsorge-ETF?

Altersvorsorge für Personal Trainer: ETF-Depot oder Altersvorsorge-ETF?

Absicherung für Personal Trainer

Altersvorsorge für Personal Trainer: ETF-Depot oder Altersvorsorge-ETF?

Einleitung

Ein ETF-Depot ist keine Altersvorsorge – dieser Denkfehler zieht sich laut Versicherungsexperte Heiko Burry quer durch die Personal-Trainer-Branche. In dieser Folge erklärt er Dirk Wannmacher, warum die beiden Dinge steuerlich und strukturell völlig unterschiedlich funktionieren, und in welcher Reihenfolge Trainer ihre Finanzen wirklich aufbauen sollten.

Der Irrtum: Depot ist nicht gleich Altersvorsorge

Heiko Burry beobachtet immer wieder denselben Gedankenfehler: Ein normales ETF- oder Aktien-Depot wird mit Altersvorsorge gleichgesetzt – dabei ist es in erster Linie ein Instrument für Vermögensaufbau, kein Altersvorsorgeprodukt. Der entscheidende Unterschied liegt in der Besteuerung: Ein klassisches Depot ist während der gesamten Ansparphase steuerpflichtig, bei einer Auszahlung werden rund 25 Prozent Kapitalertragsteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer fällig. Eine speziell für die Altersvorsorge konzipierte ETF-Police funktioniert dagegen anders: Die Ansparphase bleibt steuerfrei, was über 30 bis 40 Jahre einen spürbaren Zinseszinseffekt erzeugt. Bei der späteren Auszahlung hat man zudem ein Wahlrecht – wird das Kapital auf einen Schlag entnommen, sind 50 Prozent der Gewinne steuerfrei; entscheidet man sich für eine lebenslange Rente, sind es sogar 83 Prozent.

Direkte Antwort

Nein – ein normales ETF-Depot ist in erster Linie ein Instrument für Vermögensaufbau, kein Altersvorsorgeprodukt, weil es während der gesamten Ansparphase steuerpflichtig ist und bei Auszahlung rund 25 Prozent Kapitalertragsteuer fällig werden. Eine speziell für die Altersvorsorge konzipierte ETF-Police bleibt dagegen in der Ansparphase steuerfrei und bietet bei einer lebenslangen Rente sogar 83 Prozent steuerfreie Gewinne.

Aus der Folge

„Ein Depot ist grundsätzlich in fünf Minuten aufgebaut – die Altersvorsorge-ETF ist eben für die langfristige, lebenslange Auszahlung gemacht. Beide haben ihre Daseinsberechtigung.“

Die richtige Reihenfolge: Absicherung vor Vermögensaufbau

Bevor überhaupt über Altersvorsorge oder Vermögensaufbau gesprochen wird, stellt Heiko eine Frage voran: Was passiert, wenn du morgen berufsunfähig wirst? Als Selbstständiger ohne nennenswerte staatliche Absicherung kann genau dieses Risiko den gesamten bisherigen Vermögensaufbau zunichtemachen – im schlimmsten Fall führt es direkt in Richtung Grundsicherung. Deshalb rät er, die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) konsequent an erste Stelle zu setzen, noch vor jedem ETF-Sparplan. Als groben Richtwert für die laufende Altersvorsorge nennt Heiko 20 bis 30 Prozent des Nettoeinkommens – orientiert am gesetzlichen Rentenbeitrag von 18,6 Prozent, den Angestellte automatisch über Arbeitgeber und Arbeitnehmer einzahlen und den Selbstständige komplett eigenständig aufbringen müssen.

Warum die Immobilie erst der dritte Schritt ist

Auf die naheliegende Frage, warum man nicht gleich in eine Immobilie investiert – schließlich „zahlt sie im besten Fall ein anderer ab“ – reagiert Heiko mit einer klaren Reihenfolge-Empfehlung. Sein Rechenbeispiel: Für eine kleine Wohnung im Wert von 200.000 Euro braucht es allein für die Anzahlung schnell 20.000 Euro versteuertes Eigenkapital – Geld, das vorher über Jahre aufgebaut werden muss. Und eine Immobilie läuft keineswegs automatisch kostendeckend: Renovierungen, ein schwieriges Marktumfeld beim Verkauf oder eine vorzeitige Ablösung durch die Bank können den erhofften Gewinn schnell auffressen. Wer dann im Ernstfall berufsunfähig ist und keine BU hat, muss die Immobilie im schlechtesten Moment verkaufen, ohne je etwas verdient zu haben. Heikos Rat: Erst die Existenz absichern, dann Vermögen aufbauen – und erst wenn beides steht, über größere Investitionen wie Immobilien nachdenken, idealerweise mit einem darauf spezialisierten Berater statt in Eigenregie.

Fazit: Drei Dinge aus dieser Folge

  1. Ein normales ETF-Depot ist Vermögensaufbau, keine Altersvorsorge – die steuerliche Behandlung unterscheidet sich erheblich.
  2. Setze die Berufsunfähigkeitsversicherung konsequent vor den Vermögensaufbau – ohne sie kann ein einziges Ereignis alles zunichtemachen.
  3. Baue erst Absicherung und Vermögen auf, bevor du in größere Investitionen wie Immobilien einsteigst.

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Häufige Fragen

Ist ein ETF-Depot dasselbe wie eine Altersvorsorge?

Nein – ein Depot ist steuerlich anders behandelt und primär für Vermögensaufbau gedacht, nicht für die strukturierte Altersvorsorge.

Wie viel vom Einkommen sollte in die Altersvorsorge fließen?

Heiko nennt 20 bis 30 Prozent des Nettoeinkommens als groben Richtwert, orientiert am gesetzlichen Rentenbeitrag von 18,6 Prozent.

Sollte ich zuerst eine Immobilie kaufen?

Nein – erst Berufsunfähigkeitsschutz und Vermögensaufbau, dann größere Investitionen wie Immobilien.

Diese Erkenntnisse stammen aus Dirk Wannmachers Podcast-Folge „Zu lange gewartet? So viel kostet es dich“ mit Gast Heiko Burry, basierend auf Dirks täglicher Arbeit mit Personal Trainern. Diese frühe Folge liegt vor dem aktuellen Podcast-Feed – die Links führen daher zur allgemeinen Podcast-Show. Diese Inhalte ersetzen keine individuelle Finanz- oder Versicherungsberatung.

Ganze Folge ansehen: YouTube · Spotify · Apple Podcasts (Show)

Dieser Artikel wurde mit redaktioneller KI-Unterstützung erstellt und von Dirk Wannmacher inhaltlich geprüft und freigegeben.

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