Was von deinem Stundensatz wirklich übrig bleibt

Was von deinem Stundensatz wirklich übrig bleibt

Mindset & Positionierung für Personal Trainer

Was von deinem Stundensatz wirklich übrig bleibt

Einleitung

Als Studio-Trainer lief das PT-Geschäft fast von allein – die Kunden waren schon da, hatten schon bezahlt und kannten einen bereits. Dirk Wannmacher erklärt in dieser Folge, warum genau dieser Unterschied beim Sprung in die Selbstständigkeit meist unterschätzt wird, und rechnet transparent vor, was von einem scheinbar guten Stundensatz am Ende wirklich übrig bleibt.

Im Studio warst du der Abverkauf, jetzt bist du unbekannt

Im Studio kamen Kunden bereits mit einer Mitgliedschaft, einer Veränderungsabsicht und einem gewissen bereits investierten Geld zu einem – Personal Training war dort oft nur ein kleiner Zusatzverkauf („Upsell“) an bereits „warme“ Interessenten. In der Selbstständigkeit dagegen kennt einen niemand, und die allermeisten Menschen befinden sich laut Dirks Modell der fünf Bewusstseinsstufen noch weit davon entfernt, überhaupt zu wissen, dass es einen als Lösung gibt – nur ein sehr kleiner Teil ist zugleich problembewusst, lösungsbewusst und zahlungsbereit. Wer aus der Festanstellung startet, ohne je selbst Marketing gemacht zu haben, muss diese Fähigkeit erst komplett neu aufbauen.

Aus der Folge

„Unter 80 Euro netto brauchst du in der Selbstständigkeit gar nicht anfangen – alles andere ist Träumerei.“

Die Rechnung: Von 6.400 Euro brutto zum echten Netto

Dirks Beispielrechnung: 20 abgerechnete Trainingsstunden pro Woche zu 80 Euro netto ergeben rechnerisch 6.400 Euro im Monat – klingt zunächst gut. Doch dafür braucht es tatsächlich 30 bis 50 Arbeitsstunden pro Woche (Fahrzeit, Vor- und Nachbereitung eingerechnet), alle 20 Termine müssen tatsächlich stattfinden, und davon gehen noch private Krankenversicherung, eine Altersvorsorge-Rücklage, eine Rücklage für 3 bis 6 Monate Notfallpuffer und schließlich die Einkommensteuer ab – am Ende bleibt spürbar weniger übrig, als die Ausgangszahl suggeriert. Sein Punkt dahinter ist kein Abschreckungsversuch, sondern eine nüchterne Rechenübung, um realistische Preisvorstellungen zu entwickeln, statt sich an alten Angestelltengehältern zu orientieren, die mit der neuen unternehmerischen Verantwortung nicht mehr vergleichbar sind.

Direkte Antwort

Deutlich weniger, als der Bruttostundensatz suggeriert: Von 6.400 Euro brutto (20 Stunden à 80 Euro) gehen Krankenversicherung, Altersvorsorge, Rücklagen und die tatsächliche Arbeitszeit (30-50 Stunden inklusive Fahrzeit und Vor-/Nachbereitung) ab. Unter 80 Euro netto solltest du als Selbstständiger gar nicht erst starten.

  1. Im Studio waren Kunden bereits „warm“ – in der Selbstständigkeit musst du Sichtbarkeit und Vertrauen komplett neu aufbauen.
  2. Rechne deinen Stundensatz konsequent bis zum echten Netto durch: Steuer, Kranken- und Altersvorsorge sowie ein Notfallpuffer gehören mit eingeplant.
  3. Ein alter Angestelltenlohn ist kein guter Maßstab mehr – als Selbstständiger trägst du eine andere Verantwortung und solltest entsprechend kalkulieren.

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Häufige Fragen

Warum sind Kunden in der Selbstständigkeit schwerer zu gewinnen als im Studio?

Im Studio waren Kunden bereits „warm“ – sie hatten schon eine Mitgliedschaft und Veränderungsabsicht. In der Selbstständigkeit kennt dich niemand, du musst Sichtbarkeit erst aufbauen.

Wie viel sollte ich als selbstständiger Trainer mindestens verlangen?

Deutlich mehr als im Studio üblich – nach Abzug von Steuer, Kranken- und Altersvorsorge sowie einem Notfallpuffer bleibt von einem niedrigen Stundensatz kaum etwas übrig.

Ist mein altes Angestelltengehalt ein guter Maßstab für meinen Preis?

Nein – als Selbstständiger trägst du zusätzliche Verantwortung (Steuer, Vorsorge, Ausfallrisiko), die ein Angestelltengehalt nicht abbilden musste.

Diese Erkenntnisse stammen aus Dirk Wannmachers Podcast-Folge „Angestellter vs. Boss: Welche Trainer-Karriere zahlt sich wirklich aus?“. Diese Folge liegt vor dem aktuellen Podcast-Feed – die Links führen daher zur allgemeinen Podcast-Show.

Ganze Folge ansehen: YouTube · Spotify (Show) · Apple Podcasts (Show)

Dieser Artikel wurde mit redaktioneller KI-Unterstützung erstellt und von Dirk Wannmacher inhaltlich geprüft und freigegeben.

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