Männlich oder weiblich? Das ist dein größtes Verdienstproblem

Männlich oder weiblich? Das ist dein größtes Verdienstproblem

Mindset für Personal Trainer

Männlich oder weiblich? Dein größtes Verdienstproblem liegt woanders.

Einleitung

Verlangen weibliche Personal Trainerinnen tatsächlich niedrigere Preise als ihre männlichen Kollegen? Dirk Wannmacher nimmt sich in dieser Folge ein konkretes Gespräch mit einer Trainerin vor, die seit über 30 Jahren im Geschäft ist – und zeigt, dass die eigentliche Ursache selten beim Kunden liegt.

Die Hundeschule: Nicht den anderen ändern, dich selbst

Die Trainerin hatte Dirk erzählt, dass sie das Gefühl hat, von männlichen Kunden nicht dieselben Preise zu bekommen wie ihre männlichen Kollegen. Seine erste Rückfrage: Verhält sie sich Männern gegenüber vielleicht anders als Frauen gegenüber? Nach kurzem Nachdenken bestätigte sie das. Dirk nutzt dafür einen Vergleich mit der Hundeschule: Dort lernt nicht in erster Linie der Hund etwas, sondern der Mensch lernt, wie er sich verhalten muss, damit der Hund reagiert – welche Körperhaltung, welche Signale einen Rudelführer ausmachen. Übertragen aufs Verkaufsgespräch: Es bringt wenig, auf die andere Person zu schimpfen oder sie ändern zu wollen. Viel wirksamer ist es, das eigene Verhalten zu verändern – mit mehr direktem Blickkontakt, einer bewussteren Körperhaltung und der inneren Überzeugung, jeden verlangten Euro wert zu sein.

Aus der Folge

„Dein Verhalten wird sich sofort verändern, wenn eine andere Person vor dir ist. Und genau das musst du nicht hinnehmen – das kannst du selber steuern.“

Warum deine Gefühle nicht von der anderen Person kommen

Dirk erklärt das Prinzip anhand mehrerer Alltagsbeispiele: Warum werden viele Menschen nervös, wenn ein Polizist sie anspricht, obwohl es „nur“ ein Mensch mit einer bestimmten Funktion ist? Warum läuft man mühelos auf einer weißen Fahrbahnmarkierung, gerät aber auf einem gleich breiten Schwebebalken sofort ins Wackeln, obwohl objektiv dieselbe Physik gilt? In beiden Fällen ist es nicht die Situation selbst, die die Reaktion auslöst, sondern der Gedanke, der ihr vorausgeht. Sein zentrales Prinzip aus der Psychologie: Jeder Handlung geht ein Gedanke voraus, jedem Gedanken folgt ein Gefühl, und dieses Gefühl bestimmt die Handlung. Wer diese Kette versteht, kann an der ersten Stelle ansetzen – beim Gedanken – statt sich dem Gefühl hilflos ausgeliefert zu fühlen.

Die Übung: Zehn Gedanken aufschreiben und umdrehen

Konkret schlägt Dirk eine Übung vor: die ersten zehn Gedanken aufschreiben, die einem durch den Kopf gehen, wenn man einer als dominant empfundenen Person gegenübersteht – aus Erfahrung seit 2005 in seiner Coaching-Praxis weiß er, dass es meist negative Gedanken sind („was denkt er wohl über mich“). Der zweite, oft leichtere Schritt: neben jeden dieser Gedanken bewusst das genaue Gegenteil schreiben. Ein gegenteiliger Gedanke erzeugt auch ein anderes Gefühl – dasselbe Prinzip, das er bei Spinnenphobien bei Trainer-Seminaren einsetzt, wo er in wenigen Minuten die Angst vor Spinnen spürbar reduzieren konnte, allein durch eine veränderte gedankliche Vorstellung.

Fazit: Drei Dinge aus dieser Folge

  1. Wenn du das Gefühl hast, bei bestimmten Kunden schlechter abzuschneiden, prüfe zuerst dein eigenes Verhalten – nicht das der anderen Person.
  2. Jeder Handlung geht ein Gedanke voraus – wer den Gedanken verändert, verändert auch Gefühl und Handlung.
  3. Schreib deine automatischen Gedanken in unangenehmen Situationen auf und formuliere bewusst das Gegenteil daneben.

Verhältst du dich bei bestimmten Kunden unbewusst anders?

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Häufige Fragen

Verlangen Trainerinnen wirklich weniger als Trainer?

Nach Dirks Beobachtung liegt der Unterschied seltener am Kunden als am eigenen Auftreten – Sprache, Körperhaltung und Selbstverständnis wirken sich stark auf den erzielten Preis aus.

Wie verändere ich meine automatischen Gedanken in unangenehmen Situationen?

Schreib die ersten zehn Gedanken auf, die dir in der Situation kommen, und formuliere bewusst das Gegenteil daneben – das verändert spürbar das begleitende Gefühl.

Was hat eine Spinnenphobie mit Preisverhandlungen zu tun?

Beides folgt demselben psychologischen Prinzip: Ein Gedanke erzeugt ein Gefühl, das Gefühl erzeugt eine Handlung – verändert man den Gedanken, verändert sich auch die Reaktion.

Diese Erkenntnisse stammen aus Dirk Wannmachers Podcast-Folge „Männlich oder weiblich? Das ist dein größtes Verdienstproblem“, basierend auf Dirks täglicher Arbeit mit Personal Trainern. Diese frühe Folge liegt vor dem aktuellen Podcast-Feed – die Links führen daher zur allgemeinen Podcast-Show.

Ganze Folge ansehen: YouTube · Spotify (Show) · Apple Podcasts (Show)

Dieser Artikel wurde mit redaktioneller KI-Unterstützung erstellt und von Dirk Wannmacher inhaltlich geprüft und freigegeben.

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