Warum „Ich habe keine Zeit“ meistens eine Notlüge ist

Warum „Ich habe keine Zeit“ meistens eine Notlüge ist

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Warum „Ich habe keine Zeit“ meistens eine Notlüge ist

Einleitung

„Dafür habe ich keine Zeit“ ist der Satz, den Personal Trainer am häufigsten hören – und der am meisten in die Irre führt. Dirk Wannmacher erklärt im ersten Teil einer dreiteiligen Serie über entlarvende Kundenaussagen, warum es dabei nie wirklich um Zeit geht, sondern um Prioritäten, und wie eine einzige Frage das sichtbar macht.

Sport hat keine hohe Priorität – und das ist okay

Kunden lügen laut Dirk nicht absichtlich, wenn sie behaupten, keine Zeit für Sport zu haben – sie wissen es selbst nicht besser. Jeder Mensch hat 24 Stunden am Tag und trifft ständig Prioritätsentscheidungen: Dirk beschreibt, wie sich seine eigenen Prioritäten nach der Geburt seines Sohnes verschoben haben, obwohl er weiterhin viel arbeitet – er steht seitdem morgens um 3 Uhr auf, um vor dem Familienfrühstück ungestört arbeiten zu können. Wenn ein Kunde sagt, er habe keine Zeit für zweimal wöchentliches Training, bedeutet das schlicht: Sport steht bei ihm aktuell nicht weit oben auf der Prioritätenliste. Reines Erklären oder Belehren („das solltest du dir aber nehmen“) ändert daran nichts – genauso wenig hilft übertriebene Rücksichtnahme, bei der man sich mit einer einzigen Einheit pro Woche zufriedengibt, um den Kunden nicht zu überfordern. Beides, so Dirk, geht am eigentlichen Hebel vorbei.

Aus der Folge

„Jeder Mensch in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat zwei Stunden pro Woche Zeit für Sport – lass dir da keinen Schmarrn erzählen.“

Die Skala-Frage: Wie du die Priorität sichtbar machst

Statt zu erklären, warum Sport wichtig ist, empfiehlt Dirk eine gezielte Frage: „Auf einer Skala von 1 bis 10 – wie hoch steht Sport oder Ernährung aktuell in deinem Leben?“ Die Antwort liegt fast immer bei zwei oder drei, selten höher – würde der Kunde selbst schon eine sechs oder sieben nennen, würde er längst trainieren. Die eigentlich entscheidende Anschlussfrage lautet dann: „Was müsste passieren, damit diese Priorität von einer drei auf eine acht steigt?“ Genau diese Frage stellte eine Trainerin aus dem Coaching einem Kunden, der bereits drei Herzinfarkte hinter sich hatte – sie fragte ihn, was ein vierter, weniger glimpflich verlaufender Infarkt für ihn, seine Firma und seine Familie bedeuten würde. Der Kunde erkannte die Dringlichkeit selbst und schloss ein Jahresprogramm für 15.830 Euro ab, gezahlt in drei Raten. Dirks Punkt: Es ist die Pflicht eines Trainers mit entsprechendem Fachwissen, solche unbequemen Fragen zu stellen – nicht, um Angst zu machen, sondern um dem Kunden die eigene Priorität bewusst zu machen.

  1. „Keine Zeit“ ist fast nie wörtlich gemeint – es bedeutet, dass Sport aktuell keine hohe Priorität im Leben des Kunden hat.
  2. Belehren und übertriebene Rücksichtnahme verändern die Priorität nicht – gezielte Fragen schon.
  3. Die Skala-Frage (1 bis 10) macht sichtbar, wie hoch die Priorität wirklich ist, und öffnet den Weg zur nächsten Frage: Was müsste sich ändern?

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Häufige Fragen

Warum sagen Kunden, sie hätten keine Zeit für Sport, obwohl das selten stimmt?

Weil Sport bei ihnen aktuell keine hohe Priorität hat – „keine Zeit“ ist meist die unbewusste Umschreibung für „keine Priorität“, nicht wörtlich gemeint.

Was ist die Skala-Frage und wie stelle ich sie?

Frage den Kunden, wo Sport oder Ernährung aktuell auf einer Skala von 1 bis 10 steht – die Antwort macht die tatsächliche Priorität sichtbar und öffnet das Gespräch für die nächste Frage.

Ist es zu hart, einen Kunden nach den Folgen eines weiteren Herzinfarkts zu fragen?

Laut Dirk ist es eher fahrlässig, diese Frage NICHT zu stellen, wenn du das medizinische und trainingswissenschaftliche Wissen hast, um zu helfen – es geht darum, Bewusstsein zu schaffen, nicht Angst.

Diese Erkenntnisse stammen aus Dirk Wannmachers Podcast-Folge „#356 Von „Keine Zeit“ zu „Ja, ich bin dabei!“ – So geht’s, Teil 1/3“.

Ganze Folge ansehen: YouTube · Spotify · Apple Podcasts

Dieser Artikel wurde mit redaktioneller KI-Unterstützung erstellt und von Dirk Wannmacher inhaltlich geprüft und freigegeben.

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